In der Welt der digitalen Maker sind Grenzen oft nicht das Ende, sondern der Ausgangspunkt für Kreativität. Als NEJM begann, sein Heimlabor zu planen, stand er vor einer klassischen ingenieurtechnischen Herausforderung: Wie erreicht man maximale Speicherkapazität auf kleinstem Raum?
Als Gesundheitsfachkraft tagsüber und Hobby-Maker in seiner Freizeit hat NEJM kaum formale technische Ausbildung. Doch das hinderte ihn nie an seiner Leidenschaft für „kontinuierliches Lernen“. Er verfolgte aufmerksam Inhalte zu Leiterplatten und Servern, und als ZimaBoard 2 während seiner Crowdfunding-Kampagne erschien, begann eine Idee Gestalt anzunehmen: „Mit etwas Recherche könnte ich etwas Interessantes erschaffen.“
| „Nachdem die Kickstarter-Kampagne abgeschlossen war, wurde mir klar, dass ich mit etwas Recherche etwas Interessantes schaffen könnte.“ |

Eine Liste von Anforderungen, eine präzise Wahl
- NEJMs Aufbau begann mit einer klaren Anforderungsliste:
- Muss 4–6 Festplatten aufnehmen können
- Muss in ein 1U-Höhe, 10-Zoll-Tiefe (nur 260 mm) Rack passen
- Computer und Laufwerke müssen synchron ein- und ausgeschaltet werden können
- x86-Architektur
- Keine kundenspezifischen Leiterplatten oder Löten
Jede Anforderung auf dieser Liste steht nicht isoliert, sondern bildet ein integriertes Anwendungsszenario. Unter dieser klaren Vorgabe zeigte ZimaBoard 2 seinen Wert – es erfüllte präzise jeden Punkt der Liste.
| „Ich habe derzeit 2x ZimaBoard 2, eines in meinem maßgeschneiderten NAS-Aufbau und eines wartet auf ein weiteres spannendes Projekt, bei dem ich leistungsfähige Rechenleistung benötige. Die Einrichtung und das Testen waren problemlos, es war sofort einsatzbereit und konnte ohne Probleme mit einem neuen Betriebssystem geflasht werden.“ |
Hardware-Auswahl: Warum ZimaBoard 2 1664?
Bevor der eigentliche Aufbau begann, stand eine klare Liste von Anforderungen, die Wahl des richtigen Rechenkerns war der erste entscheidende Schritt für den Erfolg des Projekts. NEJM traf die Entscheidung nicht überstürzt. Stattdessen führte er, ganz im Geiste eines Makers, eine detaillierte Bewertung kompakter Plattformen auf dem Markt durch, die die x86-Architekturkriterien erfüllten.
Er betrachtete hauptsächlich drei unterschiedliche Hardwarelösungen, die jeweils verschiedene Designphilosophien und Kompromisse repräsentieren. Die folgende Tabelle stellt die Kernvergleiche und die Entscheidungslogik dieses Auswahlprozesses klar dar.

Diese Bewertung war keine einfache Abwägung von Vor- und Nachteilen, sondern eine präzise Abstimmung zwischen Projektanforderungen und Hardwareeigenschaften. Während das ZimaBoard 2 nicht in jeder Kategorie die höchste Punktzahl erreichte, adressierten alle seine Stärken direkt die kritischen Projektbedürfnisse – Stabilität, einfache Erweiterbarkeit und niedriger Stromverbrauch – während sein einziger Nachteil (Größe) im vorgegebenen 260-mm-Rackraum irrelevant war. So entwickelte es sich natürlich von einer „möglichen Option“ zur „optimalen Lösung“.
Doch die eigentliche Herausforderung blieb: wie man die Nutzbarkeit dieses Geräts in einem so begrenzten Raum maximiert?
Technischer Durchbruch: Drei geniale Designlösungen
1. Elegante Speichererweiterungslösung
Unter der Tiefenbegrenzung von 260 mm sind Standard-Laufwerkskäfige oft zu lang. NEJM entschied sich schließlich für einen ICYDOCK 6-Bay 2,5-Zoll-Laufwerkskäfig mit nur 146 mm Tiefe und bestückte ihn vollständig mit SSDs – das sparte nicht nur Platz, sondern reduzierte auch deutlich den Stromverbrauch und die thermischen Anforderungen.
Durch eine clevere Umwandlungskette:
- M.2 NVMe zu PCIe x4 Adapter
- PCIe flexibles Riser-Kabel
- ASM1166-basierte 6-Port SATA-Erweiterungskarte
Er erweiterte die einzelne M.2-Schnittstelle des ZimaBoard 2 auf sechs volle SATA-Ports und löste damit perfekt die Speicheranschluss-Herausforderung.
2. Innovation in der Stromarchitektur
Platzbeschränkungen schlossen die Verwendung eines Standard-ATX-Netzteils aus. NEJM entwickelte eine innovative Dual-Rail-Synchronisationslösung:
- ZimaBoard 2 Stromversorgung: Direkt über den 12V DC-Eingang versorgt
- Stromversorgung des Laufwerkskäfigs: Über ein PicoPSU DC-ATX-Modul bereitgestellt
- Synchronisationsmechanismus: Ein ADD2PSU-Modul, ausgelöst durch die SATA-Stromschnittstelle des ZimaBoards
| Dies hält die Schienen elektrisch getrennt, aber logisch verbunden. |
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3. Präzise Anpassung durch 3D-Druck
Mit PETG-Material und einem BambuLab A1 3D-Drucker fertigte NEJM ein vollständig individuell angepasstes 1U-Gehäuse. Der Einsatz von Wärme-Einsätzen sorgte für industrielle Befestigungsstärke, während die sorgfältig gestaltete interne Struktur maximale Komponentendichte auf minimalem Raum sicherstellte.
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Software & Leistung: Ein durchgehend stabiles Erlebnis
Das System läuft letztlich mit TrueNAS Scale – einem unternehmensgerechten Speicherbetriebssystem. NEJMs Konfiguration ist unkompliziert:
- RAID-Z1-Array für Datensicherheit
- Duale 2,5GbE-Netzwerkschnittstellen
- Vollständige Überwachungs- und Snapshot-Funktionalität
| Als es darum ging, meine Idee zum Leben zu erwecken, war das ZB2 bei weitem der einfachste Teil der Gleichung. Die integrierten IOs machten es sehr einfach, andere Geräte ohne Probleme anzuschließen, es startete sofort und die Einrichtung verlief schmerzfrei. |

Die Leistungskennzahlen sprechen für sich:
- Leerlauftemperatur: Stabil bei etwa 40°C
- Leerlauf-Stromverbrauch: Nur 15–20W
- Volllast-Stromverbrauch: Nicht mehr als 55W
- Wochenlanger Dauerbetrieb ohne Probleme
Doch seine abschließende Empfehlung fasst den Wert des ZimaBoard 2 am besten zusammen:
| Wenn Sie ein SBC suchen, das alle notwendigen IOs bietet, um Sie bei einem spannenden Projekt zu unterstützen, dann ist dies das Richtige. |
Ausblick: Die Zukunft des ZimaBoard 2 in professionellen Anwendungen
Dieses Projekt zeigt die einzigartige Positionierung des ZimaBoard 2 in professionellen Anwendungsszenarien – es ist leistungsstark genug, um Unternehmenssoftware auszuführen, und gleichzeitig flexibel genug, um sich an nicht standardisierte Einsatzumgebungen anzupassen. Dieses Gleichgewicht ist besonders wichtig für Szenarien, die eine zuverlässige Speicherbereitstellung am Rand erfordern.
Während das Projekt mit Plänen voranschreitet, die 256GB Test-SSDs durch hochkapazitive 4–8TB-Modelle zu ersetzen, wird das wahre Potenzial dieses Setups weiter erschlossen. In der Zwischenzeit steht das zweite ZimaBoard 2 bereit für seine nächste Mission und deutet auf noch innovativere Builds hin. Für einen tieferen Einblick in die technische Einrichtung können Sie den kompletten Leitfaden zu diesem Hochleistungs-NAS-Build erkunden.
Fazit: Das Mögliche neu definieren
Ein 6-Bay NAS in einem 1U, 10-Zoll-Gehäuse zu bauen, klang einst wie eine unmögliche Aufgabe. Doch durch präzise Komponentenauswahl, geniale Ingenieurskunst und ein klares Verständnis der richtigen Werkzeuge hat NEJM dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern mit Eleganz und Zuverlässigkeit umgesetzt.
ZimaBoard 2 spielte dabei eine entscheidende Rolle – es war mehr als nur ein Rechenkern; es diente als Brücke, die Ideen mit der Realität verbindet. Sein Wert liegt nicht nur darin, was es ist, sondern darin, was es Menschen ermöglicht zu erschaffen.
Was steht auf Ihrer Anforderungsliste? Es ist Zeit, sie Wirklichkeit werden zu lassen.
Zima Kampagnen-Zentrale
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