Zimaboard2 Unraid-Server-Nachrüstung: Verabschieden Sie sich von Überkonfiguration, energiesparendes 126TB Speicher-Array

Eva Wong ist die Technische Redakteurin und residente Tüftlerin bei ZimaSpace. Eine lebenslange Geek mit einer Leidenschaft für Homelabs und Open-Source-Software, sie spezialisiert sich darauf, komplexe technische Konzepte in zugängliche, praktische Anleitungenzu übersetzen. Eva ist der Meinung, dass Self-Hosting Spaß machen und nicht einschüchternd sein sollte. Durch ihre Tutorials befähigt sie die Community, Hardware-Setups zu entmystifizieren, vom Bau ihres ersten NAS bis hin zur Beherrschung von Docker-Containern.

Ich bin seit meiner Kindheit Computer- und Elektronik-Enthusiast. Im Jahr 2022 begann ich meine Homelab-Reise mit einem alten Dell Optiplex Desktop und einer 10TB Festplatte. Nach mehreren Iterationen habe ich schließlich das Unraid-Server-Upgrade mit dem Zimaboard2 1664 abgeschlossen. Ich ersetzte die zuvor überdimensionierte Ryzen-Plattform durch ein passenderes und energieeffizienteres Mini-Entwicklungsboard, behielt dabei aber das großkapazitive 126TB-Speicher-Array bei und erreichte so eine „präzise Anpassung“ für einen Heimserver. In diesem Artikel teile ich den gesamten Umbauprozess und praktische Erfahrungen.

Ursprüngliche Motivation für das Upgrade: Abschied vom häufigen Problem der Homelab-Nutzer – Überkonfiguration der Hardware

Mein alter Unraid-Server war praktisch voll ausgestattet: ein Ryzen 5 5600 Prozessor, 32GB DDR4 RAM, ein X570 Taichi Mainboard und eine Intel Arc A310 dedizierte Grafikkarte, kombiniert mit 6 x 18TB + 1 x 14TB Festplatten, 2 x 18TB Paritätslaufwerken, einem Corsair RM850x Netzteil und einem bequiet Silent Base 802 Gehäuse. In der Praxis stellte ich jedoch fest, dass ich weder viele virtuelle Maschinen noch über 20 Docker-Anwendungen betreibe, sodass die Leistung dieser Ryzen-Plattform komplett verschwendet war – ein klassischer Fall von „hohe Ausstattung, geringe Auslastung“.

Das Zimaboard2 1664, das ich letztes Jahr über Kickstarter erworben habe, beeindruckte mich sehr – von den Updates des Teams während der Crowdfunding-Phase bis zur Verarbeitungsqualität der Hardware, die ich erhielt. Seine Ausstattung passt besser zu meinen tatsächlichen Anforderungen an einen Unraid-Server und vor allem hat es geringeren Stromverbrauch, was perfekt zum 24/7-Betrieb eines Heimservers passt. Das ist der Hauptgrund, warum ich mich für den Plattformwechsel entschieden habe.

Single board computer zimaboard2

Kernänderung: Nur den Kern ersetzen, Peripherie für kostengünstiges Upgrade behalten

Bei dieser Modifikation wurde ein minimalistischer Ansatz verfolgt: Nur die Ryzen-Kernplattform wurde durch das Zimaboard2 1664 ersetzt, alle anderen Komponenten blieben erhalten: LSI PCIe 2.0 x8 HBA, die ursprünglichen 9 Festplatten + 2 Paritätslaufwerke, 1 x 4TB SATA SSD sowie Netzteil und Gehäuse.

Die modifizierte Hardware-Kombination: Zimaboard2 1664 + LSI PCIe 2.0 x8 HBA + 6 x 18TB HDDs + 1 x 14TB HDD + 2 x 18TB Paritätslaufwerke + 1 x 4TB SATA SSD + Corsair RM850x + bequiet Silent Base 802.

Dieses Upgrade, das eine umfassende Überholung vermeidet, spart Kosten und erspart den Aufwand der Neukonfiguration des Speicher-Arrays. Ein leichtgewichtiges Server-Upgrade wird einfach durch den Austausch der Kernhardware erreicht.

Schrägansicht im Inneren eines PC-Gehäuses mit einer grünen Erweiterungskarte, silbernem Kühlkörper und mehreren Festplatten in maßgeschneiderten Schächten.

Zwei große Herausforderungen beim Upgrade: Software-Migration und Hardware-Layout

Obwohl der Austausch einfach erschien, traten bei der tatsächlichen Umsetzung zwei knifflige Probleme auf, die die größten Herausforderungen dieses Upgrades darstellten.

Die erste war die Software-Vorbereitung für das Unraid-System. Dateien vom Cache-Laufwerk mussten auf die neue Festplatte migriert werden. Dieser Prozess ließ keinen Fehler zu; jeder Fehler hätte zu Systembeschädigung oder Datenverlust führen können. Ich musste Schritt für Schritt vorsichtig vorgehen, Pfade und Dateien mehrfach überprüfen und die Migration letztlich erfolgreich und ohne Probleme abschließen.

Die zweite Herausforderung war das Hardware-Layout und die Kabelverbindungen im Gehäuse. Das Zimaboard2 ist deutlich kleiner als das ursprüngliche Mainboard. Das Redesign erforderte, dass alle Komponenten sinnvoll im Hauptgehäuse platziert werden konnten und gleichzeitig die Strom- und Datenkabel lang genug waren, um alle Geräte problemlos anzuschließen. Anfangs dachte ich daran, weitere Festplatten unten im Gehäuse zu installieren, doch aufgrund der Strom- und Datenkabel-Längen begrenzungen verwarf ich diese Idee und setzte stattdessen auf ein kompaktes und effizientes Hardware-Layout.

Kleine Nachteile nach der Modifikation: PCIe-Bandbreitenbegrenzung, keine Auswirkungen im Alltag

Nach der Modifikation ist aufgrund meines vorhandenen PCIe 2.0 HBA-Setups die Bandbreite vorübergehend auf 1GB/s begrenzt, was die Dauer von hochbelasteten Vorgängen wie Paritätsprüfungen und Festplatten-Wiederherstellungen leicht verlängert. Dieses Problem betrifft jedoch nur hochbelastete Vorgänge; der tägliche Betrieb läuft einwandfrei. Meine Hauptanwendungen sind Medienbibliotheken und Dateifreigabe, die keine hohe momentane Bandbreite erfordern. Außerdem ist dieses Problem kein Designfehler des Zimaboard2 selbst, sondern liegt an meiner HBA-Hardware, die durch den Austausch gegen einen PCIe 3.0 HBA behoben werden kann.

126TB Speicher-Array Nutzung und Temperaturkontrolle: Der Schlüssel zu niedrigem Temperaturbetrieb liegt im Gehäuse

Dieses 126TB Hochkapazitäts-Speicher-Array (9 Festplatten + 1 SSD) hat zwei Hauptanwendungen: Erstens den Aufbau einer Plex-Personal-Medienbibliothek zur Speicherung verschiedener Audio- und Videoressourcen für meinen täglichen Medienkonsum; zweitens dient es als Netzlaufwerk für Dateifreigabe, um Windows-System-Backups, persönliche Dateien usw. zu speichern und so eine einheitliche Datenverwaltung für Heimgeräte zu ermöglichen.

Viele Freunde fragen sich, warum meine Exos-Festplatten 24/7 laufen und dabei Temperaturen deutlich unter 50°C erreichen. Es gibt kein besonderes Geheimnis; der Schlüssel ist die Wahl des richtigen Gehäuses. Das von mir verwendete bequiet Silent Base 802 Gehäuse bietet nicht nur eine hervorragende Belüftung, sondern verfügt auch über eine integrierte DC-Lüftersteuerung. Noch wichtiger ist der großzügige Abstand zwischen den Festplatten. Genügend Platz ermöglicht einen reibungslosen Luftstrom und verhindert Hitzestau, was entscheidend für den stabilen und kühlen Betrieb der Festplatten ist – effektiver als einfach mehr Lüfter einzubauen.

Unraid Speicher-Software-Oberfläche mit einem Array aus neun Festplatten (zwei Parität, sieben Daten) mit Temperaturen und Modellen.

Die größte Überraschung nach der Modifikation: Extrem niedriger Stromverbrauch, der ideale Zustand für einen Heimserver

Wenn ich den zufriedenstellendsten Aspekt dieser Modifikation benennen müsste, wäre es der extrem niedrige Stromverbrauch, den das Zimaboard2 1664 mit sich bringt. Die USV-Überwachung zeigte, dass das gesamte System bei hochbelasteten Vorgängen wie Paritätsprüfungen nur 83W verbrauchte, im Standby-Modus lag der Verbrauch sogar noch niedriger bei nur 10-15W.

Im Vergleich zu früheren Ryzen-Plattformen spart der deutlich reduzierte Stromverbrauch nicht nur Stromkosten, sondern führt auch zu weniger Wärmeentwicklung, was den Server stabiler macht. Es besteht keine Sorge mehr um Hardwareausfälle durch Überhitzung, da es perfekt den langfristigen Betriebsanforderungen eines Heimservers entspricht. Das ist das Highlight, das mich am meisten am Zimaboard2 beeindruckt hat.

Nahaufnahme einer grünen PCIe-Karte und eines silbernen Kühlkörpergehäuses, montiert über einem maßgeschneiderten 3D-gedruckten Festplattenkäfig in einem PC.

Fazit: Praktikabilität ist der Kern eines Heimservers

Diese Erfahrung mit dem Zimaboard2 1664 für das Upgrade eines Unraid-Servers hat mich tief erkennen lassen, dass der Kern eines Heimservers nicht „hohe Ausstattung“, sondern „präzise Anpassung“ ist. Verabschiede dich von übermäßiger Leistung und wähle Hardware, die besser zu deinem Nutzungsszenario passt. Das spart nicht nur Kosten und reduziert den Stromverbrauch, sondern sorgt auch für einen stabileren Serverbetrieb.

Wenn ich einem Freund das Zimaboard2 empfehlen würde, hätte ich nur eines zu sagen: Du hättest es vor zwei Wochen kaufen sollen! Das ist die ehrlichste Empfehlung. Ich hoffe auch, dass meine Erfahrungen mit diesem Upgrade anderen Homelab-Enthusiasten als Referenz dienen und jeder seinen eigenen „perfekten Server“ bauen kann.

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