Einleitung
Bei ZimaSpace erforschen wir kontinuierlich, wie kompakte Hardware das persönliche Computing neu definieren kann. In diesem Artikel analysieren wir ein Praxisexperiment des Erstellers des Core Works Lab YouTube-Kanals, der getestet hat, ob ein lüfterloser Einplatinenserver einen vollständig lokalen KI-Sprachassistenten betreiben kann.
Wir danken Core Works Lab für die detaillierte Anleitung und den Praxistest. Dieser Artikel wandelt ihre Videoeinblicke in ein strukturiertes, schriftliches Format um, um mehr Nutzern zu zeigen, was mit ZimaBoard 2 als Heimserver möglich ist – von KI-Workloads bis zu Homelab-Setups.
Test von ZimaBoard 2 als lokale KI-Maschine
Das getestete Gerät ist das ZimaBoard 2 (Intel N150, 16GB DDR5, 64GB eMMC), ein kompakter und energiesparender Heimserver, der auf Flexibilität ausgelegt ist. Es unterstützt native SATA- und PCIe-Erweiterungen, sodass Nutzer SSDs, GPUs und Netzwerkkarten ohne zusätzliche Adapter anschließen können.
Das Ziel des Erstellers war klar:
Kann ein lüfterloser Heimserver einen lokalen KI-Sprachassistenten zuverlässig betreiben?
Erstkonfiguration und Hardware-Setup
Das System wurde erweitert mit:
- NVMe SSD über PCIe-Adapter
- Doppelter 2,5"-Laufwerksschacht
- Optionale GPU (GT 1030)
- ZimaOS vorinstalliert
Das Board startet in ein webbasiertes Dashboard, in dem Anwendungen wie Docker-Container und Tools wie N8N installiert werden können.
Wichtige Beobachtung:
Der Einrichtungsprozess ist unkompliziert, wodurch ZimaBoard 2 auch für Nutzer zugänglich ist, die ihren ersten Heimserver bauen.
Allerdings wurden einige kleinere Hardwareprobleme festgestellt:
- Montagehalterungsschrauben waren nicht gewindet
- Einige Schrauben waren für bestimmte Konfigurationen zu lang
Den KI-Assistenten (CAL) ausführen
Der Assistent (CAL) wurde via Docker mit CPU-only-Konfiguration bereitgestellt.
Die Anfangskonfiguration umfasste:
- Sprache-zu-Text: Groq Whisper (Cloud)
- LLM: Groq (Cloud-Inferenz)
- Text-zu-Sprache: Piper (lokale CPU)
Ergebnis:
Das hybride Setup funktionierte reibungslos und reagierte schnell, was eine starke Basis schuf.
Ein wichtiges Merkmal war Kurzzeitspeicher, bei dem der Assistent Daten wie Sendungsverfolgungsnummern oder Flugdaten speicherte und abrief.
Beispiel:
- Gespeichert: Flugnummer AF1
- Automatisch abgerufen für werkzeugbasierte Anfragen
Dies zeigt, wie persistente Speichersysteme KI-Assistenten auf einem Heimserver verbessern können.
Lokaler LLM-Test mit Ollama
Die nächste Phase testete vollständig lokale Modelle mit Ollama.
Ministral 3B (3 Milliarden Parameter)
- Prompt-Verarbeitung: ~268 Token/Sekunde
- Generierungsgeschwindigkeit: ~7 Token/Sekunde
Wichtiges Ergebnis:
Es rief erfolgreich Tools ohne Feinabstimmung auf, was beeindruckend ist.
Allerdings:
- Die Reaktionszeit erreichte bis zu 6 Minuten pro Interaktion
Das macht es für Echtzeit-Sprachassistenten unpraktisch.

Funktion Gemma (270M Parameter)
- Viel schneller (~43 Tokens/Sekunde)
- Tool-Aufrufe wurden nicht korrekt ausgeführt
Erkenntnis:
Kleinere Modelle sind schneller, benötigen aber Feinabstimmung, um strukturierte Aufgaben wie Tool-Aufrufe zu bewältigen.
Leistungssteigerungen durch Hinzufügen einer GPU
Eine GT 1030 (2GB VRAM) wurde über PCIe hinzugefügt.
Ergebnisse:
- Die Geschwindigkeit der Prompt-Auswertung verdoppelte sich fast
- Modellaufteilung: 34 % GPU / 66 % CPU
- Die Geschwindigkeit der Token-Generierung blieb ähnlich
Wichtige Erkenntnis:
Bandbreite – nicht Rechenleistung – ist der Engpass bei der Token-Generierung.
Beim Testen eines kleineren Modells, das vollständig auf der GPU geladen war:
- Die Prompt-Auswertung erreichte 1100 Tokens/Sekunde
Das bestätigt:
Volle GPU-Auslastung verbessert die Latenz bei einem Heimserver-KI-Setup dramatisch
Einschränkungen in der Praxis
Trotz vielversprechender Ergebnisse traten mehrere Einschränkungen auf:
- CPU-only Setups sind für große Modelle zu langsam
- Kleine Modelle sind ohne Training unzuverlässig
- GPU-Leistung hängt stark von VRAM und Stromversorgung ab
Der Entwickler stellte fest, dass eine 5GB GPU (z. B. Quadro P2200) ein 3B-Modell vollständig auslasten und die Leistung deutlich verbessern kann.
Wichtigste Erkenntnisse
- ZimaBoard 2 kann KI-Workloads effektiv als Heimserver ausführen
- Hybride (Cloud + lokal) Setups bieten heute die beste Balance
- Lokale LLMs sind machbar, erfordern aber Optimierung
- GPU-Upgrades ermöglichen erhebliche Leistungssteigerungen
- Die Fähigkeit zum Tool-Aufruf hängt mehr vom Modelldesign als von der Größe ab
Warum ZimaBoard 2 herausragt
ZimaBoard 2 vereint:
- Niedriger Stromverbrauch (24/7 Betrieb)
- Leises, lüfterloses Design
- Native SATA- & PCIe-Erweiterung
- Duales 2,5G Ethernet
Das macht es ideal für:
- Plex-Medienserver
- Docker-Labs
- KI-Container
- Persönliche NAS-Systeme
Wie viele Nutzer es beschreiben:
„Ein Mini-Server, der wie ein Spielzeug aussieht, aber wie ein Biest läuft.“
Abschließende Gedanken
Dieses Experiment zeigt, dass der Aufbau eines KI-fähigen Heimservers nicht mehr unerreichbar ist. Während vollständig lokale Sprachassistenten noch Leistungsprobleme haben, bietet ZimaBoard 2 eine flexible und leistungsstarke Grundlage für Experimente.
Für Entwickler, Tüftler und Homelab-Enthusiasten öffnet es die Tür zu:
- Lokale KI-Pipelines
- Edge-Computing-Setups
- Vollständig angepasste Serverumgebungen
Und vielleicht am wichtigsten – es macht den Prozess spaßig, hackbar und zugänglich.
Zima Kampagnenzentrale
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