Einführung
Bei ZimaSpace lassen wir uns ständig von den bahnbrechenden Projekten unserer Community inspirieren. Heute freuen wir uns, ein bemerkenswertes Projekt der talentierten Kreativen von Leap vorzustellen (insbesondere das Team hinter der Leap Tech/Leap Cade-Serie).
In ihrem neuesten Video nehmen uns die Leap-Macher mit hinter die Kulissen eines individuell 3D-gedruckten Arcade-Gehäuses. Während sie für ihre kostenlosen Maker World-Dateien bekannt sind, die Gaming bis zu 32-Bit auf Standardhardware ermöglichen, stießen sie kürzlich an eine Leistungsgrenze. Um diese zu überwinden, integrierten sie das ZimaBoard 2, um eine dedizierte, voll ausgestattete PlayStation 1 (PS1) Arcade-Maschine zu betreiben. Wir möchten Leap herzlich danken, dass sie unsere Hardware gewählt haben, um dieses Retro-Gaming-Monster zum Leben zu erwecken. Dieser Beitrag fasst ihre Erfahrungen, das technische Setup und ihre Gründe zusammen, warum sie dieses Board als „Game-Changer“ für High-End-Emulation ansehen.
Die Suche nach mehr Leistung: Warum der Raspberry Pi nicht ausreichte
Das Team von Leap hat jahrelang an der Perfektionierung von 3D-gedruckten Arcade-Gehäusen gearbeitet. Ihr neuestes ambitioniertes Ziel – eine Maschine zu schaffen, die jedes jemals in Europa veröffentlichte PS1- und PS2-Spiel beherbergt – erforderte mehr, als ein Raspberry Pi 5 bieten konnte.
„Das ZimaBoard 2 erschien uns viel sinnvoller als ein Raspberry Pi 5,“ erklärt der Entwickler und verweist auf die rohe Rechenleistung und die überlegenen Speicheroptionen des Boards. Während der Pi 5 ein fähiger Einplatinencomputer (SBC) ist, bietet das ZimaBoard 2 eine „benutzerfreundlichere“ Erfahrung für alle, die in leistungsstarke Performance investieren möchten.
Hardware-Exzellenz: Gebaut wie ein Biest
Eines der ersten Dinge, die dem Leap-Team auffielen, war die industrielle Verarbeitungsqualität. Bei Standard-Hobbyboards investieren Maker oft zusätzlich in Lüfter und Kühlkörper, um thermisches Drosseln zu vermeiden.
- Integrierte Kühlung: Das ZimaBoard 2 verfügt über ein einzigartiges passives Kühldesign (die „Fin“-Struktur), das es rund um die Uhr lautlos und kühl hält – ganz ohne sperrige Zusatzteile.
- Konnektivität direkt ab Werk: Mit Dual 2,5G Ethernet und nativem PCIe benötigen Sie keine „Hats“ oder „Shields“, um die nötige Verbindung für einen robusten Heimserver zu erhalten.
- Speicherflexibilität: Die Möglichkeit, ein M.2 NVMe-Laufwerk (bis zu 2 TB) plug-and-play anzuschließen, ermöglichte es dem Team, jedes einzelne PS1-Spiel auf einem schnellen Laufwerk für den sofortigen Zugriff zu speichern.
Das technische Setup: Ubuntu, RetroPie und individuelle Emulation
Obwohl dies kein striktes Schritt-für-Schritt-Tutorial war, teilte das Leap-Team ihre „Geheimzutat“, um die Arcade reibungslos zum Laufen zu bringen:
- Die Umgebung: Sie starteten mit ZimaOS, um SSH (Secure Shell, ein Protokoll zur Fernsteuerung des Boards) zu ermöglichen, und wechselten dann zu einer virtuellen Maschine mit Ubuntu.
- Die Software: Sie nutzten eine stark modifizierte Version von RetroPie. Das Team nahm umfangreiche Anpassungen an den Emulatoren und umfangreiche Modifikationen vor, um die Steuerung perfekt auf ihre USB-Arcade-Kits abzustimmen.
- Der Test: Sie ließen das ZimaBoard 2 parallel zu einem Pi 5 laufen. Das Ergebnis? Das ZimaBoard 2 lief deutlich flüssiger und spielte PS1-Titel absolut fehlerfrei ab.
Im Inneren des Gehäuses: Installation in der Praxis 🛠️
Um das „Biest“ unterzubringen, nutzte das Team ihre bewährte Leap Cade Zwei-Spieler-Arcade-Maschine.
- Die Halterung: Eine maßgeschneiderte Halterung wurde entworfen, um das ZimaBoard 2 sicher im hinteren Bereich der Maschine zu befestigen. (Profi-Tipp: In der Prototyp-Phase verwendeten sie sogar Gorilla Tape, um es an Ort und Stelle zu halten!)
- Vielseitigkeit: Der Entwickler bemerkte, dass sie das Board zwar fürs Gaming nutzten, die native SATA- und PCIe-Erweiterung es aber ebenso zu einem schnellen Heimserver oder einem 4K-Medienzentrum macht.

Das Urteil: Ist der Preis gerechtfertigt?
Der Entwickler war ehrlich bezüglich des Preises: „Es ist teuer... aber ich glaube, die Leistung rechtfertigt das voll und ganz.“ Wenn man die Kosten für ein hochwertiges Gehäuse, Kühlung und Speicheradapter für einen Standard-Pi hinzurechnet, schrumpft die Preisdifferenz, aber die Leistungsdifferenz bleibt groß.
Das ZimaBoard 2 ist mehr als nur ein Spielzeug; es ist ein Heimserver in einem Formfaktor, der in ein tragbares Arcade-Gehäuse passt. „Wir hatten keinerlei Aussetzer oder Probleme bei der Nutzung,“ berichtete das Leap-Team. Tatsächlich waren sie so beeindruckt, dass sie bereits eine zweite Einheit gekauft haben, um ihr kommendes PlayStation 2 (PS2) Maschinenprojekt zu betreiben!
Was kommt als Nächstes?
Die Dateien für diesen Arcade-Bau werden schließlich kostenlos auf Maker World veröffentlicht, ganz im Sinne von Leaps Mission, die Maker-Community zu unterstützen.
Wenn Sie eine Plattform suchen, die Medien-Streaming (Plex), Firewalls (pfSense) oder KI-Container bewältigen kann und gleichzeitig die weltweit leistungsstärkste Retro-Gaming-Konsole ist, ist das ZimaBoard 2 bereit für Sie.
Bereit, Ihr eigenes „Biest“ zu bauen?
Ein besonderer Dank nochmals an das Leap-Team. Halten Sie Ausschau nach ihren vollständigen PS1- und PS2-Maschinenveröffentlichungen später in diesem Jahr!
Zima Kampagnen-Zentrale
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