In dieser Blogserie haben wir das Privileg, die bemerkenswerte Reise von D. Rowland zu teilen, einem treuen Community-Mitglied, das seit der Crowdfunding-Phase von ZimaBoard vor zwei Jahren dabei ist. Er kaufte drei Boards, jeweils mit einem einzigartigen Anwendungsszenario. In dieser Blogserie werden wir seine Erfahrungen mit diesen Boards und deren Bedeutung als wertvolle Werkzeuge in seinem Technik-Arsenal beleuchten.
In diesem ersten von drei Blogbeiträgen zeigt Ihnen D. Rowland, wie Sie Ihren eigenen Home-Server mit dem ZimaBoard 832 einrichten.
Lernen Sie D. Rowland kennen
Lassen Sie uns zunächst D. Rowland etwas besser kennenlernen. Er ist ein typischer Technik-Enthusiast; Ehemann, Vater von zwei Kindern und erfahrener IT-Fachmann mit umfangreichem Hintergrund in Netzwerken und IT. Seine Reise in die Welt der Technologie begann in der Schule und führte ihn schließlich zu einer Karriere in der IT, wo er mit Servern, Netzwerken und verschiedenen Technologien arbeitete. Seine Einblicke und Erfahrungen sind wertvoll, wenn wir erkunden, wie ZimaBoard in sein Leben passt.
Das Home-Server-Szenario: ZimaBoard 832
Einer der Hauptgründe, warum D. Rowland die 832-Einheit kaufte, ist das Self-Hosting der Dienste, die er häufig nutzt. Vor dem ZimaBoard verwendete D. Rowland einen 3U selbstgebauten „Server“ aus alten PC-Teilen, die er entweder herumliegen hatte oder aus dem E-Recycling bergen konnte. Auf dem Bild seines Heim-Racks unten sieht man den alten Server noch ausgeschaltet unten im Rack stehen.

Das ZimaBoard 832 übernahm alle Aufgaben vom alten Server, abgesehen von etwas Dateispeicher, der auf das Synology NAS (ebenfalls abgebildet) verschoben wurde. D. Rowlands ZimaBoard 832 wurde zu einem leistungsstarken Home-Server, und so richtete er ihn ein:
Hardware-Umgebung:
- ZimaBoard 832
- 480GB SSD für das /home-Verzeichnis
Software-System:
- Debian 11.5
- Docker und Docker-Compose
So richten Sie Ihr ZimaBoard 832 als Home-Server ein
D. Rowlands Home-Server-Setup umfasste die folgenden Schritte:
- Betriebssystem-Installation: Da die ZimaBoard-Geräte x86-Systeme sind, konnte D. Rowland der normalen Debian-Installationsanleitung folgen. Er löschte die CasaOS-Partition und installierte ein sauberes Debian Bullseye auf dem ZimaBoard 832 eMMC. Er nutzte das eMMC für die Root-Partition.
- Zusätzlicher Speicher: Für die Datenspeicherung nutzte er eine 480GB SSD für das /home-Verzeichnis. Diese Trennung von Betriebssystem und Daten sorgt für einen effizienten Betrieb.
- Docker-Installation: Sobald das Betriebssystem lief, installierte D. Rowland Docker und Docker-Compose. Zum Zeitpunkt der Einrichtung waren Docker und Docker-Compose separate Komponenten; das aktuelle Debian Bookworm integriert Compose in Docker.
- Datenmigration: Er hat seine Docker-Mount-Punkte und die docker-compose.yml von seinem vorherigen Server auf das ZimaBoard 832 kopiert. Dieser Schritt stellte sicher, dass seine Daten und Konfigurationen nahtlos auf die neue Hardware übertragen wurden. Einige Dateipfade wurden in seiner docker-compose.yml und einem „Backup-to-S3“-Bash-Skript aktualisiert, um das neue Systemlayout widerzuspiegeln.
- Docker-Konfiguration: Mit den aktualisierten Dateipfaden in seiner docker-compose.yml konnte D. Rowland „docker-compose up -d“ ausführen und alle seine Dienste funktionierten wieder einwandfrei.
Anwendungen und Anwendungsfälle
Derzeit betreibt D.Rowland die folgenden Anwendungen und Dienste auf seinem ZimaBoard 832:
- hkotel/mealie
- linuxserver/calibre-web
- gitea/gitea
- matrixdotorg/synapse
- vaultwarden/server
- iarekylew00t/caddy-cloudflare
- oznu/cloudflare-ddns
- ugeek/webdav
- itzg/minecraft-bedrock-server
- mongo:4.4
- pawelmalak/flame
- drowland/phpfpm-alpine
- drowland/fastapi
- drowland/ipcalc
- drowland/autolog
F: Diese Anwendungen dienen in verschiedenen Szenarien unterschiedlichen Zwecken. Nachfolgend teilt D. Rowland seine Erfahrungen.
D.Rowland möchte darauf hinweisen, dass sein 832 laut seinem neofetch-Screenshot bei normaler täglicher Nutzung nur 1,3 GB Speicher verwendet, während alle oben genannten Docker-Container laufen.

Python-ProjekteD.Rowland: Das Herzstück des ZimaBoard 832 Heimservers sind die verschiedenen Python-Projekte, die ich entwickelt habe und aktiv weiterentwickle. Diese Projekte reichen von praktischen Hilfsprogrammen bis zu experimentellen Vorhaben. Derzeit laufen:
- Autoblog : Autolog ist ein webbasiertes Fahrzeug-Service-Log, das entwickelt wurde, um Wartungsaufzeichnungen für unsere Familienfahrzeuge zu verfolgen und zu verwalten. Es vereinfacht die Fahrzeugwartung und stellt sicher, dass wir geplante Services nicht verpassen.
- ipcalc : Inspiriert von kjokjos Perl-IPCALC wollte ich meine eigene Python-Implementierung eines IP-Subnetzrechners erstellen. Es ist ein praktisches Werkzeug für netzwerkbezogene Aufgaben und Berechnungen.
- fastapi : FastAPI ist ein modernes Python-Webframework, das ich erkunde. Es hat mir ermöglicht, eine Beispiel-REST-API zu erstellen, die mir wiederum bei der Entwicklung eines Lieferanten-Integrationsprojekts für die Arbeit geholfen hat.
Eigene Container-Builds
D. Rowland: Einige Docker-Container funktionieren für die meisten Anwendungsfälle gut, aber manchmal brauchen sie ein wenig Feintuning.
- PHP-FPM: Ich habe den Standard-PHP-FPM-Container angepasst, indem ich zusätzliche Pakete hinzugefügt habe, die in der normalen Bereitstellung nicht enthalten sind. Ich habe ihn für mehrere Projekte verwendet, daher wächst die Liste der Pakete ständig, z. B.: imagick, mongodb, mysqli, sodium usw.
Datenbank und Speicher
D.Rowland:
- MongoDB (v4.4): Aufgrund der CPU-Beschränkungen des ZimaBoard 832, das keine AVX-Unterstützung bietet, habe ich mich für MongoDB Version 4.4 für meine Projekte entschieden. Glücklicherweise ist diese Version gut für meine spezifischen Anwendungsfälle und Projekte geeignet.
- WebDAV: Dieser WebDAV-Container spielt eine wichtige Rolle in meinem Workflow. Ich nutze ihn, um Obsidian-Notizen auf mehreren Geräten zu synchronisieren. So habe ich nahtlosen Zugriff auf meine Notizen, egal ob auf dem Handy, dem privaten PC, dem Arbeits-PC, Tablet oder Laptop.
Reverse-Proxy und Fernzugriff
D.Rowland:
- Caddy Server: Um den Fernzugriff auf meine Dienste zu vereinfachen, wenn ich nicht zu Hause bin, nutze ich Caddy Server als Reverse-Proxy. Die einfache Konfiguration und Zuverlässigkeit machen ihn zur idealen Wahl. Ich habe mich gegen den Entwickler-Container von Caddy Server entschieden, weil ich das integrierte Cloudflare-DNS-Plugin wollte.
- Cloudflare DynDNS: Ich betreibe den Cloudflare DynDNS-Container, um meinen Heim-DNS-A-Eintrag mühelos zu verwalten und sicherzustellen, dass meine Dienste auch unterwegs erreichbar bleiben.
Weitere Container
D.Rowland:
- Mealie: Ich verwende Mealie als mein elektronisches Kochbuch. Wenn ich auf ein interessantes Rezept stoße, füge ich es schnell und einfach hinzu. Für mich machen die Möglichkeit, Bilder und zusätzliche Notizfelder hinzuzufügen, das Ganze besser als ein handgeschriebenes Kochbuch.
- Gitea: Mein persönliches Git-Repository; ich nutze es für alle meine privaten Python- und Powershell-Projekte sowie als Spiegel für Arbeitsprojekte.
- Flame: Dies ist ein wunderbares Dashboard, das ich als Startseite im Browser verwende. Es ist mit dem Docker-Socket verbunden, sodass ich neue Container mit minimalem Konfigurationsaufwand ins Dashboard einbinden kann.
- Minecraft Bedrock: Ich betreibe den Bedrock-Server statt der Java-Edition wegen der Speicherbeschränkungen. Ich nutze keine Mods, daher ist die Bedrock-Version ein sehr einfacher und ressourcenschonender Server.
Datensicherheit und Backup
D.Rowland:
- Backup-Skript: Datensicherheit hat für mich oberste Priorität. Um meine Container-Mountpoints und kritischen Daten zu schützen, habe ich ein Bash-Skript entwickelt, das tar verwendet, um meine Docker-Dateien zu archivieren, und anschließend s3cmd, um das Archiv jede Nacht zu Wasabi hochzuladen.
- Vaultwarden: Die Nutzung des Vaultwarden-Containers mit dem Bitwarden-Client/App ermöglicht es mir, alle meine Passwörter und 2FA-Tokens zu verwalten, während ich sicherstelle, dass alles unter meiner Kontrolle bleibt und nicht auf den Netzwerken großer Unternehmen läuft.
Diese vielfältige Anwendungsbandbreite unterstreicht die Flexibilität und Leistung des ZimaBoard 832 als Heimserver.
Fazit:
Im ersten Teil unserer ZimaBoard-Serie haben wir D. Rowlands beeindruckendes Home-Server-Setup mit dem ZimaBoard 832 vorgestellt. Seine Erfahrung zeigt, wie dieses kompakte SBC genutzt werden kann, um eine Vielzahl von Diensten zu hosten und dabei effizient zu bleiben. Bleib dran für den nächsten Teil, in dem wir weitere kreative Einsatzmöglichkeiten des ZimaBoards entdecken!
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