Wenn die x86-Architektur auf zwei 2,5G-Ethernet-Anschlüsse und 16 GB Arbeitsspeicher trifft, erreicht mein Heimserver endlich Virtualisierungsfähigkeiten auf Unternehmensniveau.
Als Softwareentwickler und Systemverwalter hat meine Suche nach einem besseren Heimserver nie aufgehört. Vom anfänglichen Raspberry Pi 3B bis zur ZimaBoard-Reihe hat sich mein Heimlabor in seiner technischen Architektur gewandelt. Heute möchte ich teilen, wie ich mit ZimaBoard 2 eine Proxmox-Virtualisierungsplattform aufgebaut habe, die einer Unternehmensumgebung nahekommt.
Architektur-Upgrade: Von ARM-Beschränkungen zur x86-Vollständigkeit
Meine Homelab-Reise begann zunächst mit einem Raspberry Pi 3B, der hauptsächlich für einfache Dienste wie Pi-hole und OpenVPN eingesetzt wurde. Doch die Softwarekompatibilitätsbeschränkungen der ARM-Architektur wurden nach und nach deutlich, und Leistungsengpässe traten immer stärker hervor.
Bis ein Freund mir das ZimaBoard 1 empfahl, das sofort meinen Anforderungen entsprach: Die x86_64-Architektur des ZimaBoard 1 bietet eine breitere Softwarekompatibilität, gepaart mit hervorragender CPU-Leistung, 8 GB Arbeitsspeicher, SATA-Schnittstellen und einem doppelten Ethernet-Design. So konnte ich den Raspberry Pi endgültig hinter mir lassen, alle Dienste auf das ZimaBoard 1 migrieren und noch umfangreichere Dienste bereitstellen.
Später erwarb ich auch über Crowdfunding ein ZimaBlade, das ich im Haus meiner Eltern als außerhalb des Standorts befindliches Sicherungsgerät einsetzte und so meine Speicher-Backup-Lösung weiter verbesserte.
Als das ZimaBoard 2 erschien, überzeugte mich seine verbesserte Ausstattung mit 16 GB Arbeitsspeicher, einem leistungsstarken N150-Prozessor und zwei 2,5-Gbit/s-Ethernet-Anschlüssen. Für mich, der eine effizientere Homelab-Erfahrung priorisiert, war das ein klares Upgrade, und ich wurde Nutzer der 16-GB-Version des ZimaBoard 2. Von der stabilen Erfahrung mit dem ZimaBoard 1 bis zu den Offsite-Backup-Fähigkeiten des ZimaBlade hat mich die zuverlässige Leistung der Zima-Serie voll und ganz vom Produkt überzeugt.

Professionelle Einrichtung: Aufbau eines Proxmox-Virtualisierungsknotens
Ich richtete das ZimaBoard 2 als Proxmox VE-Knoten ein, eine wichtige strategische Entscheidung. Als Virtualisierungsplattform auf Unternehmensniveau bietet Proxmox umfassende Verwaltungsmöglichkeiten für virtuelle Maschinen und Container, und die Hardware-Spezifikationen des ZimaBoard 2 erfüllen perfekt die Mindestanforderungen.
Meine Architektur besteht aus drei Schichten:
- Hardware-Schicht: ZimaBoard 2 als Rechenknoten, verbunden mit einem ZFS-Speicherpool aus 2 x 2 TB Festplatten.
- Virtualisierungsschicht: Proxmox VE verwaltet LXC-Container und KVM-virtuelle Maschinen.
- Dienste-Schicht: Verschiedene Anwendungsdienste werden gestaffelt bereitgestellt.
Besonders hervorzuheben ist das Speicherkonzept – ich nutze ZFS nicht nur wegen seiner Datensicherheitsfunktionen, sondern auch wegen der tiefen Integration in Proxmox. Die Snapshot-Funktion von ZFS in Kombination mit dem Proxmox Backup Server ermöglicht Wiederherstellungen in Bruchteilen von Sekunden.


Dienst-Orchestrierung: Praktiken für den Einsatz auf Unternehmensniveau
Auf dem ZimaBoard 2 habe ich eine fein abgestimmte Dienst-Orchestrierung umgesetzt:
Sicherheitsschicht:
Authelia sorgt für einheitliche Anmeldung
Vaultwarden verwaltet kryptografische Schlüssel
Rollenbasierte Zugriffssteuerung
Infrastruktur-Schicht:
Pi-hole fungiert als DNS-Schicht zur Werbefilterung
Das Gesundheitsüberwachungssystem prüft den Dienstestatus
Netzwerkisolation und Firewall-Regeln
Anwendungsschicht:
n8n automatisiert Arbeitsabläufe
Forgejo stellt ein privates Git-Repository bereit
Team-Kollaborationsplattform unterstützt Fernarbeit
Besonders beeindruckend ist die Backup-Strategie mit dreistufigem Schutz: lokale ZFS-Snapshots, ein Proxmox Backup Server im selben Netzwerk und ein entferntes ZimaBlade – damit wird das 3-2-1-Backup-Prinzip (3 Kopien der Daten, 2 verschiedene Speichermedien und 1 Sicherung außerhalb des Standorts) wirklich umgesetzt.
Für einen stabilen Betrieb habe ich ein spezielles Gehäuse für mein ZimaBoard 2 und die zwei Festplatten angefertigt, ausgestattet mit 120-mm-Lüftern. Durch die Steuerung der Lüftergeschwindigkeit mit einem USB-auf-12V-Adapter gelingt es mir, sowohl die Laufwerke als auch den Rechner effektiv zu kühlen und optimale Betriebstemperaturen zu halten. Einige Fotos dieses maßgeschneiderten ZimaBoard-Gehäuses habe ich in den sozialen Medien geteilt – schaut gern vorbei, wenn ihr Details zum Aufbau und zur Kühlung sehen möchtet!




Die Kernvorteile des ZimaBoard 2: Klein, aber mit großen Verbesserungen
Meiner Meinung nach ist das größte Highlight des ZimaBoard 2, dass es bei gleichbleibender kompakter Größe fast alle wichtigen Ausstattungsmerkmale verbessert hat. Ein schnellerer Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und ein 2,5-Gbit/s-Hochgeschwindigkeitsnetzwerkanschluss. Der zusätzliche Arbeitsspeicher erlaubt mir, mehr Dienste zu betreiben, die zudem schneller laufen. Das schnelle Netzwerk verbessert auch die Backup-Effizienz erheblich! Es gibt Verbesserungen in allen Bereichen, und ich mag es wirklich sehr!
Neben der Leistungssteigerung finde ich auch das ausgewogene Verhältnis von Stromverbrauch, Geräuschentwicklung und Preis besonders gelungen. Es ist kompakt und nimmt wenig Platz ein, läuft leise ohne Lüfter und ist erschwinglich. Egal, ob Anfänger oder erfahrener Heimlabor-Enthusiast – der Einstieg fällt leicht.
Eine kurze Empfehlung für Freunde:
Freunde fragen mich oft, welche Ausrüstung sie wählen sollten, wenn sie mit einem Heimlabor starten wollen. Ich teile meine Erfahrung ohne Zögern: „Wenn du in die Welt der Heimlabore einsteigen möchtest, ist das ZimaBoard 2 der perfekte Anfang. Es ist klein, leistungsstark, erschwinglich (oder zumindest nicht teuer) und leise – mit nur einem ZimaBoard 2 kannst du zahlreiche Dienste bereitstellen und hosten, ohne dir Sorgen um Leistung, Lärm oder Stromverbrauch machen zu müssen.“
Entfalte das Potenzial deines Heimlabors
Ilopmars Geschichte zeigt perfekt die Flexibilität des ZimaBoard 2 – egal, ob du ein erfahrener Verwalter bist, der sein Labor erweitern möchte, oder ein Anfänger, der gerade mit Selbsthosting beginnt, es meistert alles. Vom Umstieg vom Raspberry Pi zum ZimaBoard bis hin zu einer professionellen Backup-Lösung auf Proxmox-Basis beweist seine Erfahrung, dass dieses kleine, aber leistungsstarke Gerät dir ermöglicht, in deinem Heimlabor mehr zu erreichen.
Danke, Ilopmar, dass du deine Reise mit der IceWhale-Gemeinschaft teilst! Wenn du deine eigene ZimaBoard-Geschichte hast – von einer schnellen Inbetriebnahme bis zu einer komplexen, maßgeschneiderten Lösung wie die von Ilopmar – würden wir uns sehr freuen, von dir zu hören. Deine Einblicke inspirieren nicht nur andere Schöpfer, sondern helfen uns auch direkt, zukünftige Zima-Produkte zu verbessern. Wir laden dich ein, deine Beiträge an community@icewhale.org zu senden und deinen einzigartigen Aufbau zu präsentieren!
Um den Austausch am Laufen zu halten und noch mehr wertvolle Inhalte freizuschalten, tritt der IceWhale-Discord-Gemeinschaft bei. Hier findest du echte Nutzererfahrungen, fachkundige Tipps zur Homelab-Einrichtung und exklusive Produktvorteile. Wir freuen uns darauf zu sehen, was du baust!
