Viele fragen: „Es ist doch nur ein NAS. Was gibt es da auseinanderzunehmen?“
Die Antwort steckt in jedem Detail des ZimaCube. Vom maßgeschneiderten Schaumstoff in der Verpackung bis zu den kupferfarbenen Schrauben auf dem Motherboard zeigt diese Maschine viel mehr Designabsicht, als eine technische Spezifikation verraten kann.
Heute werden wir den ZimaCube von Anfang bis Ende auseinandernehmen.
Auspacken: Mehr als nur ein NAS-Auspacken
Der ZimaCube ist in hochdichtem Spezial-Schaumstoff verpackt, wobei das Hauptgerät fest in der Mitte der Box gesichert ist. Netzteil, Ethernet-Kabel, Schraubenpack, Schraubendreher und Dokumentation haben jeweils eigene Fächer.
Lieferumfang:
- ZimaCube Hauptgerät ×1
- Netzteil + Netzkabel ×1 Set
- Cat-6-Ethernet-Kabel, 1 Meter ×1
- Festplattenschrauben + Gummifüße Schrauben ×1 Packung
- Schraubendreher ×1
- Schnellstartanleitung ×1
Ein Detail, das erwähnenswert ist, ist das Cat-6-Kabel. Die Länge ist genau richtig, um von einem Desktop-Setup zum Router zu führen, und der Stecker ist abgeschirmt. Es wirkt nicht wie ein Wegwerf-Zubehör.

Außenansicht: Minimalistisch, aber nicht einfach
Der ZimaCube folgt einer zurückhaltenden Designsprache. Die Standardversion verwendet ein silbernes Aluminiumgehäuse, während die Pro-Version in Schwarz kommt. Die Frontplatte ist äußerst sauber gestaltet, mit nur Kontrollleuchten und ohne unnötige Zierlinien.
Anschlüsse vorne:
- USB 3.0 Typ-A ×2
- USB-C 3.0 ×1
Anschlüsse hinten:
- Thunderbolt 4 ×2
- USB 3.0 Typ-A ×2
- 2,5GbE RJ45 ×2 (Die Pro-Version enthält zusätzlich 10GbE ×1)
- HDMI ×1
- DisplayPort ×1
Die Gesamtgröße ist kompakt, ungefähr vergleichbar mit einem HP ProLiant MicroServer, aber kürzer. Er wirkt auf einem Schreibtisch keineswegs fehl am Platz.
Erster Schritt des Zerlegens: Keine Werkzeuge erforderlich
Die Frontplatte ist magnetisch befestigt. Ziehen Sie sie vorsichtig von unten mit den Fingern ab, und sie löst sich problemlos. Es gibt keine Kunststoffklammern, sodass nichts abbrechen kann.
Die beiden Seitenpaneele verwenden ein Schienendesign und können einfach durch Herausdrücken entfernt werden. Noch besser: Die linken und rechten Seitenpaneele sind identisch und austauschbar. Das ist kein Zufall. Diese Art von Symmetrie entsteht nur durch bewusstes Design.
Innerhalb von zwei Minuten, ganz ohne Werkzeuge, können Sie die vollständige interne Anordnung des ZimaCube sehen.

Interne Anordnung: Auf den ersten Blick geräumig, voller Details
Der erste Eindruck nach dem Öffnen ist, dass alles ordentlich ist. Die interne Struktur lässt sich in sechs klare Bereiche unterteilen.
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Laufwerkskäfig: 6 Schächte
Der Laufwerkskäfig nimmt den größten Teil des vorderen Bereichs des Gehäuses ein. Er unterstützt sechs 3,5-Zoll-Laufwerksschächte, jeweils mit eigenem Laufwerkseinschub.
Die Einschübe sind nicht werkzeuglos. Sie benötigen weiterhin Schrauben, um die Laufwerke zu sichern. Da Festplatten jedoch meist monatelang installiert bleiben, stellt dies kein echtes Bedienungsproblem dar. Beim Einrasten geben die Einschübe ein deutliches, fühlbares Klickgeräusch von sich und wirken stabil.
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NVMe-Erweiterungsplatine: 4 Steckplätze
Hinter dem Laufwerkskäfig befindet sich eine kompakte NVMe-Erweiterungstochterplatine mit vier M.2-Steckplätzen. Die Platine ist über PCIe mit dem Motherboard verbunden. Da die Bandbreite geteilt wird, liegt die Lese-/Schreibgeschwindigkeit für diese vier Steckplätze bei etwa 800 MB/s.
Dadurch eignen sie sich besser für einen Speicherpool mit großer Kapazität als für Hochleistungs-SSD-Arbeitslasten. Auf der Rückseite der Tochterplatine befindet sich außerdem ein USB-C-Anschluss, dessen Zweck jedoch noch nicht bekannt gegeben wurde.
Über der Tochterplatine befindet sich ein Kühlkörper, der eine passive Kühlung der NVMe-SSDs ermöglicht.
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Motherboard NVMe-Steckplätze: 2 Vollgeschwindigkeits-Steckplätze
Das Motherboard selbst verfügt außerdem über zwei M.2 NVMe-Steckplätze. Diese nutzen CPU-direkte PCIe-Lanes und unterliegen nicht der 800 MB/s Begrenzung.
Ein Steckplatz ist bereits mit einem 256GB Boot-Laufwerk für ZimaOS vorinstalliert. Der andere ist leer, sodass Nutzer eine leistungsstarke NVMe-SSD als Cache oder Systemlaufwerk hinzufügen können.
Empfehlung: Wenn Geschwindigkeit wichtig ist, installieren Sie Ihre primäre NVMe-SSD in einem der Motherboard-Steckplätze und reservieren Sie die vier Erweiterungsplatinen-Steckplätze für Speicher mit höherer Kapazität.
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Speichersteckplätze: Dual DDR5 SO-DIMM
Die beiden DDR5 SO-DIMM-Steckplätze befinden sich auf der Vorderseite des Motherboards. Nach dem Entfernen der Seitenabdeckung sind sie direkt zugänglich, ohne dass andere Komponenten herausgenommen werden müssen. Das ist bei kompakten NAS-Systemen nicht üblich.
Die offiziell unterstützte maximale Speicherkapazität beträgt 64 GB.
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PCIe Erweiterungssteckplätze: 2 Steckplätze
Der ZimaCube bietet zwei PCIe-Erweiterungssteckplätze:
- Slot 1: PCIe Gen 4 ×4, physischer ×16-Anschluss
- Slot 2: PCIe Gen 3 ×2, physischer ×8-Anschluss
Es werden Halbhohe, Low-Profile-Karten unterstützt. Die Stromversorgung erfolgt jedoch ausschließlich über den PCIe-Steckplatz, ein zusätzlicher Stromanschluss ist nicht vorhanden.
Das bedeutet, Sie können eine Netzwerkkarte mit vier Ports, eine HBA-Karte oder eine Low-Profile-GPU wie eine GTX 1650 LP oder RTX A2000 installieren. Karten, die externe Stromversorgung benötigen, werden nicht unterstützt.
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Interner USB 2.0 Anschluss
Auf dem Motherboard befindet sich ein standardmäßiger interner USB 2.0 9-poliger Anschluss, wie er häufig für USB-Verbindungen an der Frontblende von Desktop-PCs verwendet wird.
Das bedeutet, Sie können:
- Ein internes USB-Bootlaufwerk für Unraid installieren
- Ein Wiederherstellungs-USB-Laufwerk langfristig angeschlossen lassen
- Andere USB-Geräte anschließen, ohne die externen Anschlüsse zu verwenden
Einen solchen Anschluss in einem NAS zu sehen, ist wirklich unerwartet. Aber angesichts der Positionierung des ZimaCube ergibt es auch Sinn.

Lüftersystem: Unabhängiger Controller + ungenutzter SYS_FAN-Anschluss
Der ZimaCube ist mit zwei hinteren Abluftventilatoren ausgestattet, die für die Kühlung des Laufwerkskäfigs zuständig sind. Im normalen Betrieb ist die Geräuschkulisse niedrig genug, um die Arbeit nicht zu stören. In einem ruhigen Raum hört man sie, aber sie sind keineswegs laut.
Eine interessante Entdeckung beim Auseinandernehmen ist, dass das Motherboard einen SYS_FAN-Anschluss hat, der jedoch ungenutzt bleibt. Die hinteren Lüfter sind an einen unabhängigen Controller angeschlossen und werden nicht über die Lüftersteuerungslogik des Motherboards im BIOS verwaltet.
Das bedeutet zwei Dinge:
- Wenn Sie eine besonders leise Konfiguration wünschen, könnten Sie die hinteren Lüfter an den SYS_FAN-Anschluss des Motherboards anschließen und die Lüfterkurve manuell im BIOS anpassen.
- Alternativ könnten Sie die Standardlüfter durch geräuscharme Lüfter von Drittanbietern ersetzen, wie zum Beispiel die Noctua NF-A8 Modelle, während Sie das Standardverhalten des unabhängigen Controllers beibehalten.
Dieses Design könnte absichtlich sein. Ein unabhängiger Controller kann den Betrieb nach Stromausfall oder Neustart automatisch wieder aufnehmen, ohne von BIOS-Einstellungen abhängig zu sein.

Stromversorgung: Externes Netzteil
Der ZimaCube verwendet ein externes Netzteil mit DC-Hohlstecker-Eingang. Dies ist einer der wenigen Designaspekte, bei denen man denkt: „Es wäre schön, wenn das intern wäre.“
Beim Zerlegen scheint über dem Laufwerkskäfig etwas Platz zu sein. Wenn eine zukünftige Version das Netzteil im Gehäuse integrieren und auf einen standardmäßigen C13-Stromeingang umstellen könnte, würde das die Unannehmlichkeit eines weiteren Netzteils auf dem Schreibtisch beseitigen und das Gerät näher an einen professionellen Server im Kleinformat bringen.
Das äußere Design hat jedoch auch einen Vorteil: Wenn das Netzteil ausfällt, kann man es einfach austauschen, ohne das gesamte Gerät zur Reparatur einsenden zu müssen.
Zwei ungelöste Rätsel
Beim Zerlegen fielen zwei faszinierende Details besonders auf.
Die geheimnisvollen Abstandshalter
An einer Seite des Gehäuses befinden sich vier gleichmäßig verteilte Abstandshalter. Sie sind eindeutig für etwas reserviert. Aber wofür genau?
Eine zusätzliche Lüfterhalterung? Eine andere Laufwerkskäfig-Konfiguration? Im Moment gibt es keine offizielle Antwort.
Der USB-C-Anschluss auf der NVMe-Erweiterungskarte
Wofür genau ist der USB-C-Anschluss auf der Rückseite der NVMe-Erweiterungskarte?
Datenübertragung? Debugging? Externer Speicher? Das werden wir vielleicht erst durch zukünftige Firmware-Updates oder Dokumentationen erfahren.
Diese beiden Details sind interessant, weil sie darauf hindeuten, dass der ZimaCube möglicherweise noch mehr „freischaltbares“ Potenzial in seinem Design verbirgt.
Fazit: Zum Öffnen Entworfen
Nach dem Zerlegen des ZimaCube ist die wichtigste Erkenntnis nicht nur, wie viel Hardware darin steckt. Es ist, dass das Gerät dich aktiv dazu ermutigt, daran zu basteln.
- Magnetische Frontplatte und seitliche Schiebepaneele ermöglichen werkzeugfreien Zugang in zwei Minuten.
- Speicher-, PCIe- und NVMe-Steckplätze sind alle leicht zugänglich.
- Das interne Layout lässt bewusst Raum für Modifikationen.
- Versteckte Anschlüsse und reservierte Abstandshalter scheinen zu sagen: „Nur zu, probier etwas aus“.
Dies ist kein geschlossenes Gerät, das erwartet, dass man es kauft, benutzt und nie wieder öffnet.
Ganz im Gegenteil. Jedes Detail seiner Designsprache lädt zum Erkunden, Aufrüsten und Anpassen ein.
Für NAS-Enthusiasten und Homelab-Nutzer, die gerne basteln, ist das Gefühl, Vertrauen zu genießen, oft reizvoller als jede technische Spezifikation auf dem Papier.
Mehr erfahren: https://shop.zimaspace.com/collections/all-products/products/zimacube-2-personal-cloud-nas
Danksagungen: Dieser Artikel basiert auf dem ZimaCube Experience Blog des Community-Nutzers Bob. Vielen Dank an Bob für seine detaillierten Zerlege-Notizen und die ehrlichen Erfahrungsberichte.
Zima Kampagnen-Zentrale
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