So richtet INFO SPEED HARDWARE eine direkte 10GbE-Verbindung für ZimaBoard 2 ein

Eva Wong ist die technische Redakteurin und begeisterte Tüftlerin bei ZimaSpace. Als lebenslanger Geek mit einer Leidenschaft für Homelabs und Open-Source-Softwarehat sie sich darauf spezialisiert, komplexe technische Konzepte in verständliche, praxisnahe Anleitungenzu übersetzen. Eva ist überzeugt, dass Self-Hosting Spaß machen sollte und nicht einschüchternd sein darf. Mit ihren Tutorials hilft sie der Community dabei, Hardware-Setups zu durchschauen, vom Bau des ersten NAS bis zum sicheren Umgang mit Docker-Containern.

Vielen Dank an INFO SPEED HARDWARE für die Demonstration einer praktischen Möglichkeit, ein ZimaBoard-2-NAS um 10 GbE zu erweitern, ohne das gesamte Heimnetzwerk auszutauschen oder einen 10-GbE-Multiport-Switch anzuschaffen.

Die Idee ist einfach: Das ZimaBoard 2 bleibt über einen seiner integrierten Ethernet-Ports mit dem vorhandenen lokalen Netzwerk verbunden. Anschließend wird ein kompatibler 10-GbE-Netzwerkadapter in den PCIe-Steckplatz eingesetzt und direkt mit einer zweiten 10-GbE-Schnittstelle eines Windows-PCs verbunden.

Das normale Netzwerk bietet weiterhin Internetzugang, Administration und Verbindungsmöglichkeiten für andere Geräte. Das separate Kabel schafft einen eigenen Punkt-zu-Punkt-Pfad für die Übertragung großer Dateien zwischen Workstation und NAS.

Der Test von INFO SPEED HARDWARE erreicht in iPerf3 einen aggregierten Durchsatz von etwa 6,84 Gbit/s. Das ist deutlich schneller als eine 1-GbE-Verbindung, liegt jedoch unter der Verbindungsgeschwindigkeit von 10 Gbit/s und bedeutet nicht, dass jede Dateiübertragung dieselbe Geschwindigkeit erreicht.

Vor dem Lesen ansehen: Das spanischsprachige Originalvideo erläutert den bestehenden NAS-Flaschenhals, die direkte Verbindungstopologie, die Konfiguration der Netzwerkadressen, den iPerf3-Test und den abschließenden Hardwareaufbau mit ZimaBoard 2.

Quellenhinweis: Dieser Artikel ordnet die Konfiguration und Ergebnisse aus dem Video von INFO SPEED HARDWARE über ein direktes 10-GbE-Homelab neu. Die Netzwerkleistung hängt von Adaptern, Treibern, PCIe-Schnittstelle, Kabel, Betriebssystem, Protokolleinstellungen, Speichergeräten, Prozessorlast und Testmethode ab. Das Messergebnis ist als Ergebnis eines konkreten Aufbaus zu verstehen und nicht als garantierte Übertragungsgeschwindigkeit.

Warum ein 1-GbE-Netzwerk zum NAS-Flaschenhals wird

Ein Heim-NAS kann mit schnellen Prozessoren, SSD-Speicher und mehreren Festplatten ausgestattet sein und sich dennoch an einer Workstation langsam anfühlen. Das Problem liegt oft nicht am Server selbst, sondern am Netzwerkpfad zwischen den beiden Geräten.

1 GbE bietet eine theoretische Verbindungsgeschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde. Bei praktischen Dateiübertragungen werden unter günstigen Bedingungen üblicherweise etwa 110–125 MB/s erreicht. Sobald die Verbindung diese Grenze erreicht, macht eine schnellere SSD im NAS die Übertragung nicht wesentlich schneller.

Die von INFO SPEED HARDWARE gezeigte ZimaBoard-2-Konfiguration umfasst einen Intel-N150-Prozessor, 16 GB Arbeitsspeicher, integrierten Systemspeicher, eine SSD und eine Festplatte mit großer Kapazität. Die beiden integrierten 2,5-GbE-Schnittstellen bieten bereits ein Upgrade gegenüber 1 GbE, doch der vorhandene Switch und die verbundenen Clients können die gesamte Verbindung weiterhin auf eine niedrigere ausgehandelte Geschwindigkeit begrenzen.

Diagramm des NAS mit ZimaBoard 2, Speicherlaufwerken und bestehendem Gigabit-Netzwerk

Das ursprüngliche NAS-Design umfasst eine SSD, eine große Festplatte, SMB-Freigaben und ein herkömmliches geswitchtes Netzwerk, das die Geschwindigkeit der Clients auf etwa 1 GbE begrenzen kann.

Dies ist ein wichtiger Diagnoseschritt. Bevor Sie schnellere Netzwerkgeräte kaufen, ermitteln Sie, ob die aktuelle Begrenzung am Netzwerk, Speicherverbund, Prozessor, Protokoll oder Clientgerät liegt. Ein Upgrade auf 10 GbE behebt kein Speichersystem, das Daten nur mit 150 MB/s lesen kann.

Der Unterschied zwischen 10 Gbit/s und 10 GB/s

10 GbE steht für 10 Gigabit pro Sekunde, nicht für 10 Gigabyte pro Sekunde. Da ein Byte acht Bit enthält, lautet die theoretische Umrechnung:

10 Gbit/s ÷ 8 = 1,25 GB/s

Der Wert von 1,25 GB/s ist ein theoretisches Maximum für die Rohdatenrate. Ethernet-Frames, TCP/IP-Overhead, SMB- oder NFS-Verarbeitung, Speicherlatenz, Treiberverhalten und Systemauslastung verringern den nutzbaren Durchsatz auf Anwendungsebene.

Das im Video gezeigte Ergebnis von etwa 6,84 Gbit/s entspricht mathematisch ungefähr 855 MB/s, ohne den Overhead für Dateifreigabe und Speicher zu berücksichtigen. Das ist immer noch ein Vielfaches der praktisch erreichbaren Höchstgeschwindigkeit einer 1-GbE-Verbindung.

Warum eine direkte 10-GbE-Verbindung nutzen?

Bei einem normalen 10-GbE-Netzwerk mit mehreren Geräten befindet sich ein 10-GbE-Switch zwischen NAS, Workstation, Server und anderen Hochgeschwindigkeitsclients. Das ist die flexibelste Lösung, erfordert aber auch einen kompatiblen Switch und möglicherweise umfassendere Netzwerk-Upgrades.

Eine direkte Verbindung entfernt den Switch aus einem Hochgeschwindigkeitspfad:

Verbindung Zweck Hardwarepfad
Bestehendes Heimnetzwerk Internetzugang, Verwaltung und Zugriff durch normale Clients Integrierter Ethernet-Anschluss von ZimaBoard 2 → bestehender Switch oder Router
Direkte 10-GbE-Verbindung Hochgeschwindigkeitsübertragungen zwischen dem NAS und einer Workstation ZimaBoard 2 PCIe-10-GbE-Adapter → 10-GbE-Adapter des Windows-PCs

Diese Topologie ist attraktiv, wenn nur eine Workstation einen schnelleren NAS-Zugriff benötigt. Ein Videobearbeitungs-PC, eine Backup-Workstation, ein Virtualisierungshost oder ein Hauptcomputer kann einen dedizierten Speicherpfad erhalten, während Smartphones, Laptops, Fernseher und andere Geräte weiterhin das bestehende Netzwerk nutzen.

Der Nachteil ist, dass die 10-GbE-Verbindung hauptsächlich diesen beiden Endpunkten dient. Wenn später weitere Hochgeschwindigkeitsgeräte hinzukommen, ist normalerweise ein Switch oder eine komplexere geroutete Topologie erforderlich.

PCIe-Erweiterung von ZimaBoard 2 für 10 GbE nutzen

ZimaBoard 2 verfügt über zwei integrierte 2,5-GbE-Schnittstellen. Für eine 10-GbE-Verbindung ist jedoch ein separater kompatibler Netzwerkadapter erforderlich.

Der freie PCIe-Steckplatz des Boards ermöglicht die Erweiterung. INFO SPEED HARDWARE installiert einen 10GbE-Adapter in diesem Steckplatz und verwendet einen der integrierten Netzwerkanschlüsse für die normale LAN-Verbindung.

Dieser Ansatz erhält zwei unabhängige Verbindungspfade:

  • Die integrierte Ethernet-Schnittstelle erhält eine Adresse vom normalen Heimnetzwerk.
  • Die PCIe-10GbE-Schnittstelle erhält eine eigene statische Adresse für die Direktverbindung.
  • Auch der Windows-PC erhält eine statische Adresse in diesem dedizierten Subnetz.
  • Datenverkehr, der an das direkte Subnetz adressiert ist, läuft über das 10GbE-Kabel statt über den normalen Switch.

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Single board computer zimaboard2

Welche Hardware eine direkte 10GbE-Verbindung erfordert

Das genaue Adaptermodell kann variieren, aber beide Endpunkte benötigen Schnittstellen, die denselben 10GbE-Verbindungstyp herstellen können.

Komponente Funktion Kompatibilitätsprüfung
ZimaBoard 2 Führt das NAS aus und stellt PCIe-Erweiterung bereit Betriebssystem- und Treiberunterstützung für die ausgewählte Netzwerkkarte
PCIe-10GbE-Adapter Fügt dem NAS eine dedizierte 10GbE-Schnittstelle hinzu PCIe-Anforderungen, physische Passform, Chipsatzunterstützung und Kühlung
10GbE-Adapter für den PC Stellt den Endpunkt der Workstation bereit Verfügbare PCIe-, Thunderbolt- oder andere unterstützte Schnittstelle
Kompatibles Kabel Verbindet die beiden Endpunkte direkt RJ45-Kupfer, SFP+-DAC oder optische Komponenten müssen zu beiden Adaptern passen
Schneller Speicher Liefert oder empfängt Daten mit Multigigabit-Geschwindigkeit Leistung einer einzelnen HDD, eines RAID-Pools, einer SSD oder NVMe

Bei 10GBASE-T-Adaptern mit RJ45-Anschlüssen ist Cat6a die zuverlässige Wahl für längere, fest verlegte Kabelstrecken. Cat6 unterstützt 10GbE auch bei kürzeren, geeigneten Installationen. Kabelqualität, Konfektionierung, Störungen und Entfernung beeinflussen die Stabilität der Verbindung.

Für kurze Verbindungen im Rack können SFP+-Adapter stattdessen ein DAC-Kabel verwenden; für längere Strecken eignen sich kompatible Transceiver und Glasfaser. Adapter und Kabeltyp müssen zusammenpassen. Ein RJ45-Stecker kann ohne den passenden Transceiver nicht direkt an einen SFP+-Port angeschlossen werden.

Vor dem Kauf der Netzwerkkarte die Unterstützung durch das Betriebssystem prüfen

Auf demselben Kanal wurden zuvor Treiberprobleme beim Hinzufügen eines 10GbE-Adapters zu einem TrueNAS-basierten ZimaBoard-2-NAS dokumentiert. Das erinnert daran, dass die PCIe-Kompatibilität mehr als nur den physischen Anschluss umfasst.

Vor dem Kauf eines Adapters prüfen:

  • Ob der Chipsatz der Netzwerkkarte von der ausgewählten TrueNAS-, Linux-, Windows- oder ZimaOS-Version unterstützt wird
  • Ob das Betriebssystem den Treiber enthält oder eine separate Installation erfordert
  • Ob die Karte mit dem Adapter am anderen Ende die vorgesehene Geschwindigkeit aushandelt
  • Ob die PCIe-Schnittstelle genügend Lanes und Bandbreite bietet
  • Ob die Karte bei Dauerbetrieb zusätzliche Belüftung benötigt

Serverorientierte 10GbE-Karten können unter Last heiß werden. Sie wurden häufig für Rack-Server mit kontinuierlicher Gehäusebelüftung entwickelt. Daher benötigt eine passive Karte in einem offenen Homelab-Aufbau möglicherweise trotzdem einen Lüfter in der Nähe.

Ein separates Subnetz für die Direktverbindung zuweisen

Eine direkte Kabelverbindung nutzt normalerweise nicht den DHCP-Server des Heimrouters. INFO SPEED HARDWARE weist den NAS- und Windows-Schnittstellen statische Adressen in einem separaten Subnetz zu.

Der iPerf3-Bildschirm zeigt Adressen in folgendem Bereich:

  • Direkte NAS-Schnittstelle: eine Adresse wie 30.30.30.2
  • Direkte Windows-Schnittstelle: eine Adresse wie 30.30.30.3

Die genauen privaten Adressen können abweichen. Wichtig ist, dass beide direkten Schnittstellen dasselbe dedizierte Subnetz verwenden und sich nicht mit dem Hauptnetzwerk überschneiden.

Eine typische Punkt-zu-Punkt-Konfiguration benötigt auf der direkten Schnittstelle weder ein Standardgateway noch einen DNS-Server. Der Gateway- und die DNS-Einstellungen für den Internetzugang und den normalen Netzwerkzugriff sollten auf dem Haupt-LAN-Adapter verbleiben.

Ein zusätzliches Standardgateway kann dazu führen, dass Windows oder das NAS den Datenverkehr über die falsche Schnittstelle sendet. Der Hochgeschwindigkeitsadapter sollte als dedizierte lokale Datenverbindung verwendet werden, sofern der Nutzer nicht bewusst ein geroutetes Netzwerk einrichtet.

Sicherstellen, dass SMB die 10GbE-Adresse verwendet

Ein Computer mit zwei Netzwerkverbindungen zum selben NAS verwendet möglicherweise weiterhin die normale LAN-Adresse, sofern der Nutzer nicht ausdrücklich die Verbindung über die direkte Schnittstelle herstellt.

Eine SMB-Freigabe sollte beispielsweise über den Hostnamen oder die IP-Adresse geöffnet werden, die der 10GbE-Verbindung zugeordnet ist. Wird stattdessen die normale Adresse des Heimnetzwerks verwendet, kann die Übertragung weiterhin durch die integrierte Netzwerkschnittstelle oder den vorhandenen Switch begrenzt sein.

Windows-Nutzer können das NAS-Freigabeverzeichnis über dessen Adresse der direkten Verbindung einbinden und gleichzeitig die normale Adresse für die Verwaltung und langsamere Clients beibehalten. Ein aussagekräftiger Name für die Verbindung hilft, Verwechslungen zwischen den LAN- und 10GbE-Verbindungen zu vermeiden.

Netzwerkdurchsatz mit iPerf3 testen

INFO SPEED HARDWARE überprüft die direkte Verbindung mit iPerf3. Anders als bei einem Dateikopiertest misst iPerf3 den Netzwerkdurchsatz, ohne dass die Speichergeräte zum Hauptengpass werden.

Ein Endgerät fungiert als iPerf3-Server, das andere startet den Test. Der Screenshot zeigt mehrere parallele TCP-Datenströme. Die einzelnen Datenströme weisen unterschiedliche Geschwindigkeiten auf, zusammengerechnet erreichen sie jedoch etwa 6.84Gbps.

iPerf3 misst 6.84Gbps zwischen ZimaBoard 2 und einer Windows-Workstation

Mehrere parallele iPerf3-Datenströme erreichen über die direkte Verbindung zusammengenommen etwa 6.84Gbps.

Parallele Datenströme können mehr verfügbare Bandbreite sichtbar machen, wenn eine einzelne TCP-Verbindung eine schnelle Verbindung nicht vollständig auslastet. Sie können jedoch auch die CPU- und Speicherverarbeitung stärker beanspruchen. Daher sollte das Ergebnis zusammen mit der Anzahl der Datenströme und der Testrichtung dokumentiert werden.

Ein umfassenderer Testplan würde Folgendes umfassen:

  • Ein Test mit einem einzelnen Datenstrom zur Messung des normalen TCP-Verhaltens
  • Ein Test mit mehreren Datenströmen zur Schätzung der aggregierten Verbindungskapazität
  • Tests in beide Richtungen
  • Ein längerer Testlauf, um thermische Probleme oder Stabilitätsprobleme aufzudecken
  • CPU-Überwachung an beiden Endpunkten
  • Eine echte SMB- oder NFS-Übertragung mit repräsentativen Dateien

Warum der Test nicht die vollen 10 Gbit/s erreicht

Eine ausgehandelte 10GbE-Verbindung garantiert kein Benchmark-Ergebnis von 10 Gbit/s. Verschiedene Komponenten dieses kompakten Setups können den Durchsatz verringern:

  • Overhead der TCP/IP- und Ethernet-Protokolle
  • Effizienz von NIC-Chipsatz und Treiber
  • PCIe-Lane-Konfiguration und Controller-Verhalten
  • CPU-Auslastung des Intel N150 bei der Verarbeitung mehrerer Netzwerkdatenströme
  • Speicherbandbreite und Datenkopiervorgänge
  • Interrupt-Verarbeitung und Offload-Einstellungen
  • Netzwerkkonfiguration des Betriebssystems
  • Thermische Begrenzungen bei längeren Übertragungen

Das Ergebnis von 6,84 Gbit/s bestätigt, dass die direkte Verbindung weit über dem Niveau von 1GbE und 2,5GbE liegt. Dass der Wert unter 10 Gbit/s bleibt, deutet nicht zwangsläufig auf einen Fehler hin.

Netzwerkgeschwindigkeit und Dateikopiergeschwindigkeit sind nicht dasselbe

iPerf3 kann Netzwerkverkehr im Arbeitsspeicher erzeugen, aber bei einer echten NAS-Übertragung müssen Daten von einem Speichergerät gelesen und auf ein anderes geschrieben werden.

Speichertyp Wahrscheinliche Auswirkung auf eine 10GbE-Übertragung
Einzelne mechanische Festplatte Wird meist zum Engpass, lange bevor die 10GbE-Verbindung ausgelastet ist.
Mehrere Festplatten im RAID-Verbund Kann den sequenziellen Durchsatz erhöhen, je nach RAID-Konfiguration und Anzahl der Laufwerke.
SATA-SSD Kann 1GbE und 2,5GbE übertreffen, bleibt aber unter dem theoretischen 10GbE-Limit.
NVMe-SSD oder schneller SSD-Verbund Hat bessere Chancen, die nutzbare Kapazität einer 10GbE-Verbindung nahezu auszuschöpfen.

Die Übertragung kleiner Dateien kann deutlich langsamer bleiben als die großer sequenzieller Datenmengen, da jede Datei Metadaten-, Dateisystem-, Berechtigungs- und Protokollvorgänge erfordert.

Wer ein NAS mit hoher Speicherkapazität ausbauen möchte, findet im zugehörigen Leitfaden zum Speicherausbau des ZimaBoard 2 weitere Informationen zur Planung von Laufwerken, Controllern, Stromversorgung und physischem Aufbau.

Das fertige Netzwerk-Setup mit ZimaBoard 2

Beim fertigen Aufbau bleibt das ZimaBoard 2 in seinem kompakten Metall-Laufwerksrahmen. Das NAS ist für den gewöhnlichen Netzwerkzugriff mit dem vorhandenen Switch verbunden, während ein separates Kabel vom PCIe-10GbE-Adapter direkt zur Workstation führt.

ZimaBoard 2 NAS, verbunden mit einem Switch und einer direkten PCIe-10GbE-Verbindung zur Workstation

Die fertige Topologie behält die gewöhnliche LAN-Verbindung bei und ergänzt einen separaten Hochgeschwindigkeitspfad zwischen NAS und Workstation.

Mit dieser Hybridlösung muss nicht jedes Gerät auf einmal aufgerüstet werden. Der Haushalt kann den vorhandenen Router und Switch weiterverwenden, während der Computer, der die größten Dateien überträgt, eine schnellere Direktverbindung erhält.

Wann eine direkte 10-GbE-Verbindung sinnvoll ist

Ein Point-to-Point-Upgrade ist besonders nützlich, wenn ein System regelmäßig schnellen Zugriff auf das NAS benötigt.

  • Videobearbeitung: Große Quelldateien, Projekt-Caches und fertige Exporte übertragen.
  • Workstation-Backup: Große Festplatten-Images erstellen oder wiederherstellen.
  • Virtualisierung: VM-Images übertragen und auf leistungsstarken Netzwerkspeicher zugreifen.
  • Fotografie: Große RAW-Bildsammlungen vom NAS importieren und bearbeiten.
  • Softwareentwicklung: Große Datensätze, Container-Images und Build-Artefakte übertragen.
  • NAS-Migration: Daten zwischen einer Workstation und einem neuen Speicherpool kopieren.

Ein 10-GbE-Switch ist sinnvoller, wenn mehrere Workstations, Server oder NAS-Geräte untereinander schnell kommunizieren müssen. Direkte Verbindungen lassen sich mit zunehmender Zahl an Endgeräten immer schwieriger verwalten.

Was der Test von INFO SPEED HARDWARE zeigt

Erkenntnis Was das Video zeigt Verbleibende Einschränkung
PCIe-Erweiterung Das ZimaBoard 2 kann um eine kompatible 10-GbE-Netzwerkschnittstelle erweitert werden. Das ausgewählte Netzwerkinterface benötigt weiterhin Treiberunterstützung durch das Betriebssystem.
Direktverbindung Ein einzelner Workstation-Rechner kann eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zum NAS erhalten, ohne dass ein 10-GbE-Switch erforderlich ist. Andere Geräte erhalten nicht automatisch Zugriff auf diese Bandbreite.
Dediziertes Subnetz Die Hochgeschwindigkeitsverbindung kann getrennt vom normalen Heimnetzwerk betrieben werden. Adressen und Routen müssen so eingerichtet werden, dass es nicht zu Konflikten mit dem Hauptnetzwerk kommt.
iPerf3-Ergebnis Die getestete Konfiguration erreicht in einem Multistream-Test etwa 6,84 Gbit/s. Leistung bei Einzelstreams und Dateikopien kann geringer ausfallen.
NAS-Leistung Der Netzwerkengpass lässt sich deutlich über 1 GbE hinaus verschieben. HDD-, SSD-, Dateisystem- und SMB-Leistung bestimmen weiterhin die tatsächliche Übertragungsgeschwindigkeit.

Gezieltes 10-GbE-Upgrade ohne Umbau des gesamten Netzwerks

Das Projekt von INFO SPEED HARDWARE zeigt, dass der Wechsel über Gigabit-Ethernet hinaus nicht immer den vollständigen Austausch des Netzwerks erfordert. Das ZimaBoard 2 behält seine normale LAN-Verbindung bei, während sein PCIe-Steckplatz dem Workstation-Rechner, der sie am dringendsten benötigt, eine dedizierte 10-GbE-Verbindung bietet.

Das iPerf3-Ergebnis von etwa 6,84 Gbit/s liegt deutlich unter der theoretischen Verbindungsgeschwindigkeit von 10 Gbit/s, stellt aber dennoch eine erhebliche Steigerung gegenüber einer herkömmlichen 1-GbE-Verbindung dar. Das Projekt zeigt außerdem die praktischen Grenzen von Netzwerk-Benchmarks: Netzwerkkarte, PCIe-Verbindung, CPU, Treiber, Protokoll, Kabel und Speicherpool tragen alle zum Endergebnis bei.

Sieh dir das vollständige 10GbE-Tutorial von INFO SPEED HARDWARE an. Es enthält die ursprüngliche Erklärung zur Netzwerkanbindung, die IP-Konfiguration, den Durchsatztest und den fertigen Hardwareaufbau.

INFO SPEED HARDWARE schließt das Tutorial zum direkten 10GbE-ZimaBoard-2-NAS-Setup ab

INFO SPEED HARDWARE schließt den direkten 10GbE-Homelab-Test ab, nachdem die Verbindung mit iPerf3 überprüft wurde.

Wenn du dein ZimaBoard 2 NAS mit schnellerer Netzwerkanbindung ausstatten oder Probleme mit einem PCIe-Netzwerkadapter beheben möchtest, tritt der ZimaSpace-Community bei und teile dein NIC-Modell, dein Betriebssystem, deine Speicherkonfiguration und deine Messergebnisse.

FAQ

Kann ZimaBoard 2 eine 10GbE-Netzwerkkarte verwenden?

Ja, ein kompatibler Netzwerkadapter kann über PCIe angeschlossen werden. Die Kompatibilität hängt vom Chipsatz der Karte, den PCIe-Anforderungen, den Treibern des Betriebssystems, dem Stromverbrauch und der Kühlung ab.

Brauche ich einen 10GbE-Switch für einen PC und ein NAS?

Nein. Die beiden 10GbE-Schnittstellen können direkt miteinander verbunden und mit Adressen in einem eigenen Subnetz konfiguriert werden. Ein Switch ist sinnvoller, wenn drei oder mehr Hochgeschwindigkeitsgeräte miteinander kommunizieren müssen.

Können das normale Heimnetzwerk und die direkte 10GbE-Verbindung zusammen genutzt werden?

Ja. Der integrierte Ethernet-Port kann weiterhin mit dem Heimnetz verbunden bleiben, während der PCIe-Adapter die direkte Speicherverbindung übernimmt. Normalerweise benötigt nur die Hauptschnittstelle des LANs ein Standardgateway.

Warum überträgt eine 10GbE-Verbindung nicht genau 10 Gbit/s?

10 Gbit/s ist die Verbindungsgeschwindigkeit. Protokoll-Overhead, Treiber, PCIe-Verhalten, CPU-Auslastung, Netzwerkkonfiguration und Testmethode verringern den gemessenen Durchsatz. Reale Dateiübertragungen können zusätzlich durch die Speicherleistung begrenzt sein.

Was bedeutet das iPerf3-Ergebnis von 6,84 Gbit/s?

Es handelt sich um den kombinierten Netzwerkdurchsatz, der in der gezeigten Konfiguration über mehrere parallele TCP-Streams gemessen wurde. Das bedeutet nicht, dass jede SMB-Dateiübertragung mit 6,84 Gbit/s läuft.

Kann eine einzelne Festplatte eine 10GbE-Verbindung auslasten?

Normalerweise nicht. In der Regel wird eine einzelne mechanische Festplatte zuerst zum Engpass. Schnelle SSDs, NVMe-Speicher oder Pools mit mehreren Laufwerken eignen sich besser für 10GbE-Übertragungen mit hohem Durchsatz.

Sollten Jumbo-Frames für eine direkte 10GbE-Verbindung aktiviert werden?

Jumbo-Frames können in manchen Umgebungen den Verarbeitungsaufwand verringern, sind für 10GbE aber nicht erforderlich. Falls sie verwendet werden, müssen beide Endpunkte dieselbe MTU unterstützen und verwenden. Eine abweichende MTU kann zu Verbindungs- und Leistungsproblemen führen.

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