Im heutigen digitalen Zeitalter ist Virtualisierung eine unverzichtbare Technologie zur Verwaltung und Optimierung von Computerressourcen geworden. Ob für Heim-Medienzentren, kleine Unternehmensserver oder Bildungszwecke – effiziente Virtualisierung kann Leistung, Flexibilität und Ressourcennutzung erheblich verbessern. Virtualisierung ermöglicht es Benutzern, mehrere virtuelle Maschinen (VMs) auf einem einzigen physischen Server auszuführen, was Isolation, einfache Verwaltung und die gleichzeitige Nutzung verschiedener Betriebssysteme ermöglicht.

Teil 1: Was Sie über Proxmox Virtual Environment wissen sollten
Proxmox Virtual Environment (Proxmox VE) ist eine Open-Source-Virtualisierungsplattform, die leistungsstarke Virtualisierungstechnologien wie Kernel-based Virtual Machine (KVM) und Linux-Container (LXC) vereint. Proxmox VE bietet eine umfassende Lösung für Virtualisierung, mit der Benutzer mehrere virtuelle Maschinen (VMs) und Container auf einem einzigen physischen Server betreiben können. Das macht es zu einer ausgezeichneten Wahl für Privatanwender, kleine Unternehmen und sogar größere Unternehmen, die effiziente und kostengünstige Virtualisierungslösungen suchen.
Proxmox VE wurde entwickelt, um die Verwaltung und Bereitstellung von VMs und Containern zu vereinfachen. Es bietet eine webbasierte Benutzeroberfläche, die verschiedene administrative Aufgaben erleichtert und sowohl für Anfänger als auch erfahrene Nutzer zugänglich macht. Mit Proxmox VE können Benutzer VMs und Container einfach erstellen, konfigurieren und überwachen, was zu höherer Produktivität und besserer Ressourcennutzung führt.

1. Die wichtigsten Funktionen und Vorteile von Proxmox erkunden
KVM-Virtualisierung: Proxmox VE verwendet KVM für vollständige Virtualisierung, wodurch Benutzer komplette virtualisierte Betriebssysteme auf ihrem ZimaBoard SBC ausführen können. KVM bietet hervorragende Leistung und Isolation, was es ideal für ressourcenintensive Workloads macht.
LXC-Container: Proxmox VE nutzt auch Linux-Container (LXC) für leichte Virtualisierung. LXC ermöglicht die effiziente gemeinsame Nutzung der Ressourcen des Host-Systems unter den Containern, was zu geringerem Overhead und schnelleren Startzeiten führt.
Hochverfügbarkeit (HA): Proxmox VE bietet integrierte Hochverfügbarkeitsfunktionen, mit denen Benutzer hochzuverlässige Cluster erstellen können. Fällt ein Knoten im Cluster aus, migriert HA automatisch VMs und Container auf andere gesunde Knoten, minimiert Ausfallzeiten und gewährleistet eine kontinuierliche Dienstverfügbarkeit.
Backup und Wiederherstellung: Proxmox VE bietet benutzerfreundliche Backup- und Wiederherstellungsfunktionen für VMs und Container. Benutzer können regelmäßige Backups planen und ihre virtuellen Umgebungen im Falle von Datenverlust oder Systemausfall schnell wiederherstellen.
Live-Migration: Proxmox VE unterstützt Live-Migration, wodurch Benutzer laufende VMs und Container zwischen verschiedenen ZimaBoard SBCs im Cluster verschieben können, ohne den Dienst zu unterbrechen.
ZFS-Integration: Proxmox VE unterstützt das ZFS-Dateisystem, eine robuste und fortschrittliche Speicherlösung. ZFS bietet Datenintegrität, Kompression und Deduplizierung, was es zur idealen Wahl für die Verwaltung von Speicher in virtualisierten Umgebungen macht.
2. Verständnis der Kompatibilität von ZimaBoard SBC mit Proxmox
ZimaBoard Single-Board-Computer eignen sich hervorragend zum Betrieb von Proxmox VE aufgrund ihrer hohen Leistung, Energieeffizienz und kompakten Bauweise. ZimaBoard SBCs sind mit leistungsstarken Prozessoren, ausreichend Arbeitsspeicher und mehreren Anschlüssen für Netzwerk- und Speicheranbindung ausgestattet. Diese Eigenschaften machen ZimaBoard SBCs in der Lage, Virtualisierungsaufgaben auch in ressourcenintensiven Szenarien problemlos zu bewältigen.

Das schlanke Design von Proxmox VE sorgt für eine optimale Ressourcennutzung auf ZimaBoard SBCs und macht es zu einer idealen Virtualisierungsplattform für diese kompakten Geräte. Zusätzlich ermöglicht die webbasierte Benutzeroberfläche von Proxmox VE den Nutzern, ihre virtuellen Umgebungen aus der Ferne zu verwalten, was einfachen Zugriff und Konfiguration für Nutzer mit unterschiedlichen technischen Kenntnissen erlaubt.
Die Kombination aus Proxmox VE und ZimaBoard SBCs bietet eine effiziente und kostengünstige Lösung für Virtualisierungsanforderungen, sei es für persönliche Projekte, kleine Geschäftsanwendungen oder Bildungszwecke.
Teil 2. Wie bereitet man die Proxmox-Installation vor?
1. Hardwareanforderungen für ZimaBoard SBC
Bevor Sie einen Proxmox-Cluster mit ZimaBoard Single-Board-Computern (SBCs) einrichten, ist es wichtig sicherzustellen, dass die Hardware die Anforderungen für eine reibungslose und effiziente Virtualisierung erfüllt. Die Hardwarespezifikationen sind entscheidend für die Erstellung eines stabilen und leistungsfähigen Clusters. Hier sind die empfohlenen Hardwareanforderungen für jeden ZimaBoard SBC:
Prozessor: ZimaBoard SBCs sind mit leistungsstarken ARM-basierten Prozessoren ausgestattet, die Virtualisierungsaufgaben bewältigen können. Je nach Anzahl der geplanten VMs und Container können Sie ein ZimaBoard mit einem passenden Prozessor wählen. Je mehr Kerne und je höher die Taktfrequenz des Prozessors, desto besser ist die Leistung, die Sie vom Proxmox-Cluster erwarten können.
Arbeitsspeicher (RAM): Die Speicheranforderungen von Proxmox VE hängen von der Anzahl und Größe der VMs und Container ab. Als allgemeine Richtlinie sollten Sie mindestens 4 GB RAM pro ZimaBoard SBC für kleine bis mittelgroße Setups einplanen. Für umfangreichere Virtualisierungsaufgaben empfiehlt sich die Verwendung von 8 GB oder mehr RAM pro SBC.
Speicher: ZimaBoard SBCs verfügen typischerweise über integrierten eMMC-Speicher oder unterstützen microSD-Karten. Während eMMC-Speicher bessere Leistung bietet, sind microSD-Karten kostengünstig und weit verbreitet. Reservieren Sie ausreichend Speicherplatz für die Proxmox-OS-Installation und ziehen Sie in Betracht, externen Speicher für VM- und Container-Daten hinzuzufügen.
Netzwerk: Proxmox-Cluster-Knoten müssen miteinander und mit dem externen Netzwerk kommunizieren. Stellen Sie sicher, dass jeder ZimaBoard SBC über einen Gigabit-Ethernet-Anschluss für zuverlässiges und schnelles Networking verfügt. Verwenden Sie nach Möglichkeit einen dedizierten Netzwerkswitch für die Cluster-Knoten, um mögliche Engpässe zu vermeiden.

2. Herunterladen des Proxmox-Installationsabbilds
Proxmox VE ist als herunterladbares Installationsabbild auf der Proxmox-Website verfügbar. Um die Proxmox-Installation auf ZimaBoard SBCs vorzubereiten, befolgen Sie diese Schritte:
Besuchen Sie die Proxmox VE-Website (https://www.proxmox.com/proxmox-ve) und navigieren Sie zum Download-Bereich.
Wählen Sie das passende Installationsabbild für die ARM-Architektur, das für ZimaBoard SBCs geeignet ist.
Laden Sie das Proxmox VE-Installationsabbild auf Ihren Computer herunter. Die Abbilddatei liegt normalerweise im .iso-Format vor.
4. Erstellen eines bootfähigen USB-Laufwerks
Um Proxmox VE auf jedem ZimaBoard SBC zu installieren, benötigen Sie ein bootfähiges USB-Laufwerk mit dem Proxmox-Installationsabbild. So erstellen Sie ein bootfähiges USB-Laufwerk:
Stecken Sie ein USB-Flash-Laufwerk in den USB-Anschluss Ihres Computers. Stellen Sie sicher, dass das Laufwerk genügend Kapazität für das Proxmox VE-Installationsabbild hat.

Laden Sie ein geeignetes USB-Imaging-Tool herunter und installieren Sie es, z. B. Rufus (für Windows) oder Etcher (für macOS und Linux).
Öffnen Sie das USB-Imaging-Tool und wählen Sie das zuvor heruntergeladene Proxmox VE-Installationsabbild (.iso) aus.
Wählen Sie das USB-Flash-Laufwerk als Ziel für die Erstellung des bootfähigen Laufwerks aus.
Klicken Sie auf „Start“ oder „Flash“, um den Vorgang zum Erstellen des bootfähigen USB-Laufwerks zu starten.
Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, entfernen Sie das USB-Flash-Laufwerk sicher von Ihrem Computer.
Teil 3: Detaillierte Anleitung zur Installation von Proxmox auf dem ZimaBoard SBC
Mit dem bootfähigen USB-Laufwerk können Sie mit der Installation von Proxmox VE auf jedem ZimaBoard SBC fortfahren. Befolgen Sie diese Schritte:
1. Starten des Proxmox-Installationsassistenten
Stecken Sie das bootfähige USB-Laufwerk in einen der ZimaBoard SBCs.
Schließen Sie einen Monitor, eine Tastatur und eine Maus an das ZimaBoard an.
Schalten Sie das ZimaBoard SBC ein, es startet vom USB-Laufwerk.
Der Proxmox VE-Installationsassistent wird auf dem Bildschirm angezeigt.
2. Schritt-für-Schritt Installationsanleitung und bewährte Methoden
Der Proxmox VE-Installationsassistent führt Sie Schritt für Schritt durch den Installationsprozess. Hier sind die wichtigsten Schritte und bewährten Methoden, die Sie während der Installation beachten sollten:
Sprache und Tastatur: Wählen Sie Ihre bevorzugte Sprache und Tastaturlayout für den Installationsvorgang.
Installationsquelle: Wählen Sie das bootfähige USB-Laufwerk mit dem Proxmox VE-Installationsabbild als Installationsquelle aus.
Festplattenpartitionierung: Proxmox VE partitioniert das Speichergerät für die Installation automatisch. Wenn Sie spezielle Partitionierungsanforderungen haben, können Sie die manuelle Partitionierung wählen.
Netzwerkkonfiguration: Konfigurieren Sie die Netzwerkeinstellungen für den Proxmox-Knoten. Geben Sie eine IP-Adresse, Netzmaske, Gateway und DNS-Server an, um die Netzwerkverbindung zu ermöglichen.
Passwort einrichten: Legen Sie ein sicheres Passwort für den root-Benutzer fest. Dieses Passwort wird für die Anmeldung an der Proxmox-Weboberfläche verwendet.
Installation bestätigen: Überprüfen Sie die Installations-Einstellungen und bestätigen Sie den Installationsvorgang.
Warten Sie, bis die Installation abgeschlossen ist. Das System fordert Sie auf, das USB-Laufwerk zu entfernen und den ZimaBoard SBC zu starten.
Nach dem Entfernen des USB-Laufwerks startet der ZimaBoard SBC neu, und das Proxmox VE-Betriebssystem wird auf dem Gerät installiert. Das System fordert Sie möglicherweise auf, Installationsmedien zu entfernen und die Eingabetaste zu drücken, um fortzufahren.
Sobald der Installationsprozess abgeschlossen ist, zeigt der ZimaBoard SBC die Anmeldeaufforderung an. Geben Sie den Benutzernamen root und das während der Installation festgelegte Passwort ein.
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben Proxmox VE erfolgreich auf dem ZimaBoard SBC installiert. Nun ist es Zeit, die ersten Einstellungen und die Netzwerkkonfiguration vorzunehmen.
3. Erste Konfiguration und Netzwerkeinrichtung
Zugriff auf die Weboberfläche: Proxmox VE bietet eine leistungsstarke webbasierte Oberfläche zur Verwaltung der Virtualisierungsumgebung. Um auf die Weboberfläche zuzugreifen, öffnen Sie einen Webbrowser auf Ihrem Computer und geben Sie die während der Installation konfigurierte IP-Adresse gefolgt von „:8006“ ein (z. B. http://192.168.1.100:8006).
SSL-Zertifikat: Proxmox VE verwendet standardmäßig ein selbstsigniertes SSL-Zertifikat. Obwohl es funktional ist, können Sie ein vertrauenswürdiges SSL-Zertifikat installieren, um die Sicherheit zu erhöhen.
Melden Sie sich mit dem Benutzernamen root und dem Passwort in der Weboberfläche an.
Datacenter-Konfiguration: In der Weboberfläche sehen Sie den Bereich Datacenter. Es wird empfohlen, das Standard-Datacenter in einen aussagekräftigen Namen umzubenennen, um die Identifikation zu erleichtern.
Speicherkonfiguration: Um die an das ZimaBoard SBC angeschlossenen Speichergeräte zu nutzen, gehen Sie zu Datacenter > Speicher > Hinzufügen > Verzeichnis. Wählen Sie den Speichertyp (z. B. Verzeichnis) und geben Sie den Pfad zum angeschlossenen Speichergerät an.
Netzwerkkonfiguration: Gehen Sie zu Datacenter > Netzwerk > Hinzufügen > Linux Bridge. Geben Sie einen Bridge-Namen ein (z. B. vmbr0) und wählen Sie die Netzwerkschnittstelle, die mit dem ZimaBoard SBC verbunden ist.
Firewall-Einrichtung: Standardmäßig aktiviert Proxmox VE die Firewall, um eingehenden Datenverkehr zu beschränken. Konfigurieren Sie bei Bedarf die Firewall-Regeln, um den Zugriff auf bestimmte Ports zu erlauben.
Aktualisieren und Upgrade: Es ist wichtig, die Proxmox VE-Installation mit den neuesten Sicherheitspatches und Updates auf dem aktuellen Stand zu halten. Gehen Sie zur Shell in der Weboberfläche und führen Sie die folgenden Befehle aus:
Starten Sie das ZimaBoard SBC neu, um alle Systemupdates anzuwenden.
Nachdem Sie Proxmox VE auf dem ZimaBoard SBC installiert und konfiguriert haben, haben Sie den ersten Schritt zum Aufbau eines Virtualisierungsclusters gemacht.
Teil 4. Wie erstellt man einen Proxmox-Cluster mit ZimaBoard SBC?
Ein Proxmox-Cluster ist eine Gruppe von Proxmox VE-Knoten, die zusammenarbeiten, um eine hochverfügbare und verteilte Virtualisierungsumgebung bereitzustellen. Der Cluster teilt Ressourcen und virtuelle Maschinen über mehrere Knoten, was eine höhere Skalierbarkeit und Redundanz ermöglicht.
Um einen Proxmox-Cluster zu erstellen, benötigen Sie zwei oder mehr ZimaBoard SBCs mit installiertem Proxmox VE. Die Knoten im Cluster kommunizieren über eine dedizierte Netzwerkschnittstelle, das sogenannte Corosync-Netzwerk. Es wird empfohlen, einen eigenen Netzwerkswitch für das Corosync-Netzwerk zu verwenden, um mögliche Netzwerküberlastungen zu vermeiden.

1. Hinzufügen weiterer ZimaBoard SBC-Knoten zum Cluster
Um weitere ZimaBoard SBC-Knoten zum Proxmox-Cluster hinzuzufügen, gehen Sie wie folgt vor:
Installieren Sie Proxmox VE auf jedem weiteren ZimaBoard SBC, indem Sie die gleichen Schritte wie in Abschnitt IV beschrieben befolgen.
Konfigurieren Sie die Netzwerkeinstellungen für jeden Knoten und stellen Sie sicher, dass sie mit demselben Corosync-Netzwerk verbunden sind.
Gehen Sie auf dem ersten Knoten (demjenigen, auf dem Sie Proxmox zuvor installiert und konfiguriert haben) zu Datacenter > Nodes > Hinzufügen.
Geben Sie die IP-Adresse des neuen ZimaBoard SBC-Knotens sowie den Root-Benutzernamen und das Passwort ein, um die Verbindung zu authentifizieren.
Proxmox VE erkennt den neuen Knoten automatisch und fügt ihn dem Cluster hinzu.
Wiederholen Sie den Vorgang für jeden weiteren ZimaBoard SBC-Knoten, den Sie dem Cluster hinzufügen möchten.
2. Konfiguration der Cluster-Kommunikation und des Netzwerks
Nachdem Sie alle Knoten zum Cluster hinzugefügt haben, stellen Sie sicher, dass die Cluster-Kommunikation korrekt funktioniert. Gehen Sie zu Datacenter > Übersicht, und Sie sollten alle Knoten als Mitglieder des Clusters aufgelistet sehen.
Um die Ausfallsicherheit des Clusters zu erhöhen, sollten Sie die Proxmox-HA-Funktion (High Availability) aktivieren, die sicherstellt, dass virtuelle Maschinen im Falle eines Knotenausfalls automatisch auf andere Knoten migriert werden.
Konfigurieren Sie einen gemeinsamen Speicher für den Cluster, indem Sie ein netzwerkgebundenes Speichergerät (NAS) oder ein SAN (Storage Area Network) hinzufügen, auf das alle Knoten zugreifen können.
Um sicherzustellen, dass virtuelle Maschinen über verschiedene Knoten hinweg miteinander kommunizieren können, stellen Sie sicher, dass das VM-Netzwerk auf „vmbr0“ eingestellt ist, was der Linux-Bridge-Netzwerkschnittstelle entspricht, die Sie während der Ersteinrichtung konfiguriert haben.
Fazit:
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben erfolgreich einen Proxmox-Cluster mit ZimaBoard SBCs erstellt. Mit dieser Einrichtung verfügen Sie nun über eine leistungsstarke und skalierbare Virtualisierungsumgebung, die verschiedene Arbeitslasten bewältigen und hohe Verfügbarkeit für Ihre Anwendungen und Dienste bieten kann.
Zima Kampagnen-Zentrale
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