Die sicherste Antwort auf diesen unbeantworteten Ausgangsthread lautet: Mache den bestehenden OMV-Btrfs-Spiegel nicht zum ersten Objekt, an dem du experimentierst. Halte OpenMediaVault online, installiere ZimaOS auf dem separaten System, das du testen möchtest, binde die OMV-Freigaben als LAN-Speicher ein und kopiere die Daten schrittweise. So bleibt das alte NAS sowohl ein funktionierender Dienst als auch eine Rückfallebene, während du ZimaOS-Apps, Freigaben und Backups testest.
Auch die CPU-Frage lässt sich leichter beantworten, wenn man sie nach Ebenen aufteilt. VT-x ist die entscheidende Hardware-Virtualisierungsfunktion für gewöhnliche x86-VMs. VT-d/IOMMU ist hauptsächlich relevant, wenn du physische PCIe-Geräte direkt an einen Gast durchreichen möchtest. Docker-Apps benötigen VT-d nicht. Ein i5-2310 aus dem Jahr 2011 kann daher weiterhin Container ausführen und möglicherweise auch gewöhnliche VMs betreiben; Passthrough und die allgemeine VM-Leistung stellen jedoch separate Einschränkungen dar.
Docker-Apps benötigen VT-d nicht
ZimaOS-Apps aus dem App Store laufen als Docker-Container. Sie verwenden den Kernel des Hosts und benötigen zum Starten kein Hardware-Passthrough.
Der alte i5 kann bei anspruchsvolleren Apps langsam sein, aber das Fehlen von VT-d bedeutet nicht „keine Apps“. Für gewöhnliche Container sind RAM, Speichergeschwindigkeit und die CPU-Auslastung der Anwendung wichtiger.
VT-x kann gewöhnliche VMs unterstützen
Die aktuelle Planung für ZimaOS-VMs unterscheidet zwischen grundlegender KVM/QEMU-Virtualisierung und PCIe-/GPU-Passthrough. Gewöhnliche Linux-/Windows-Gäste benötigen einen funktionierenden Virtualisierungspfad sowie ausreichend CPU- und RAM-Ressourcen auf dem Host.
Nutze den aktuellen ZimaOS-Leitfaden zu VM-Hardwareanforderungen.
VT-d ist hauptsächlich eine Voraussetzung für Passthrough
Wenn ein Gast eine PCIe-GPU, einen HBA, eine Netzwerkkarte oder ein ähnliches Gerät direkt steuern muss, wird IOMMU/VT-d wichtig. USB-Passthrough kann ebenfalls davon abhängen, wie der Host USB-Controller und -Geräte bereitstellt und welche ZVM-Schnittstelle verwendet wird.
Verwechsle nicht „Die VM startet“ mit „Jedes physische Gerät kann der VM zugewiesen werden“.
Gehe nicht davon aus, dass ZimaOS einen bestehenden OMV-Btrfs-Spiegel direkt übernimmt
Der Nutzer im Ausgangstext hatte einen aus zwei Festplatten bestehenden Btrfs-Spiegel, der von OMV erstellt und verwaltet wurde. Die aktuelle ZimaOS-Dokumentation konzentriert sich auf das Erstellen und Verwalten von ZimaOS-Speicherpools über den eigenen Speicher-Workflow. Sie verspricht nicht allgemein, dass beliebige bereits vorhandene OMV-Btrfs-RAID-Layouts zerstörungsfrei importiert werden können.
Wenn diese 16-TB-Laufwerke die einzige Kopie wichtiger Daten enthalten, lasse sie unter OMV, bis die Daten unabhängig gesichert oder kopiert wurden.
Der aktuelle offizielle Migrationsweg ist das Kopieren über das Netzwerk
Die aktuelle Anleitung von IceWhale für den Wechsel von einem anderen NAS sieht vor, das alte NAS online zu lassen, seine Freigaben bereitzustellen, es in den ZimaOS-Dateien als LAN-Speicher hinzuzufügen und die Daten anschließend in den neuen ZimaOS-Speicher zu kopieren.
Nutze die aktuelle Strategie für den Wechsel von einem anderen NAS. Dasselbe SMB-Migrationskonzept gilt für OMV-Freigaben.
Eine schnellere Ryzen-ZimaOS-Box kann OMV als Netzwerkspeicher verwenden
Die im Ausgangstext genannte Alternative – Apps und VMs auf der Ryzen-9-Box auszuführen, während OMV weiterhin die 16-TB-Festplatten bereitstellt – ist ein sinnvoller und risikoarmer Übergang. ZimaOS kann Netzwerkspeicher über die Dateien einbinden, während das alte NAS die Kontrolle über den Speicher behält.
Die praktische Obergrenze wird die 1-GbE-Verbindung der OMV-Box sein: ungefähr Netzwerkdurchsatz im Gigabit-Bereich, unabhängig von der 2,5-GbE-Netzwerkkarte der Ryzen-Box.
USB-JBOD ist eine Option, verändert aber das Fehlermodell
Das aktuelle ZimaOS unterstützt USB-Laufwerke als eigenständigen Speicher sowie in unterstützten Speicher-Workflows. Wenn du die Festplatten in ein USB-Gehäuse einbaust, erhält ZimaOS die direkte Kontrolle, aber das Gehäuse und die USB-Bridge werden Teil des Speicherpfads.
Bei kritischem, dauerhaft betriebenem RAID solltest du SMART-Passthrough, eine stabile Geräteerkennung, die Stromversorgung, die Kühlung und das Verhalten der Bridge prüfen, bevor du produktive Laufwerke umziehst.
Eine sicherere Reihenfolge für die Migration
- die OMV-Daten sichern;
- ZimaOS auf separater Hardware bzw. einem separaten Speicher installieren;
- Apps und eine repräsentative VM testen;
- OMV als LAN-Speicher einbinden;
- eine Teilmenge kopieren und Berechtigungen sowie Prüfsummen überprüfen;
- den endgültigen ZimaOS-Speicher separat einrichten;
- die verbleibenden Daten kopieren;
- OMV intakt lassen, bis Wiederherstellungen und Backups überprüft wurden.
FAQ zum Wechsel von OMV zu ZimaOS
Bedeutet fehlendes VT-d, dass keine Docker-Apps möglich sind?
Nein. Docker-Apps benötigen VT-d nicht.
Bedeutet fehlendes VT-d, dass keine gewöhnlichen VMs möglich sind?
Nicht unbedingt. VT-x kann gewöhnliche hardwarebeschleunigte VMs unterstützen; VT-d ist hauptsächlich für erweitertes Geräte-Passthrough erforderlich.
Soll ich ZimaOS den alten OMV-RAID-Verbund vor dem Kopieren der Daten neu erstellen lassen?
Nicht, wenn er die einzige Kopie enthält. Lass das alte NAS intakt und migriere die Daten zuerst über das Netzwerk.
